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Open Air Event

Dîner en blanc bringt weiße Romantik in den Ettlinger Watthaldenpark

Ein Abend in weiß: Dîner en blanc sind weltweit beliebt. Nun gab es wieder eine Auflage in Ettlingen.

Der Watthaldenpark bildet die märchenhafte Kulisse für das siebte Diner en blanc des Rotary Clubs Karlsruhe-Albtal.
Der Watthaldenpark bildet die märchenhafte Kulisse für das siebte Dîner en blanc des Rotary Clubs Karlsruhe-Albtal. Foto: Jürgen Hotz

„Das Glück ist mit den Tüchtigen für unsere Art Flashmob an einem wilden Platz“, sagt Präsident Ulf König vom Rotary-Club Karlsruhe-Albtal bei der Eröffnung: Das Dîner en blanc feiert bei seiner siebten Auflage am Samstagabend auf den sanften grünen Wiesen des Watthaldenparks ein Hochamt der reinweißen Romantik.

Luftballons setzen schwebende, helle Tupfer über den rund 90 luftig gekleideten Gästen in Weiß, bei den Frauen bisweilen auch ins Champagnerfarbene, mit Spitzen besetzt, changierend. Vom Dreiertisch bis zur großen Tafel ist alles vertreten, wenn auch das Weiß der Dekoration bisweilen großzügig interpretiert wird. Malte Birn sorgt mit seiner Folk-Gitarre für Musik und beginnt mit „Whisky Before Breakfast“.

„Unter freiem Himmel konnte das Dîner trotz Corona die vergangenen Jahre immer stattfinden und gleichzeitig Spenden eingeworben werden“, hebt König das Besondere der Ettlinger Veranstaltung hervor und lobt die Freiwillige Feuerwehr, die Tische und Bänke zur Verfügung gestellt hat.

Die gesammelten 5.000 Euro gingen je zur Hälfte an das Hospiz Arista Nord in Bruchsal und den Tierschutzverein Ettlingen. „Mit der Eröffnung rechnen wir im späten Frühjahr“, sagt Helma Hofmeister, Vorstand des Hospizes. Sie sei heilfroh über die Spende, denn mit dem Palliativzentrum unter einem Dach könnten sie dann acht weitere Plätze anbieten.

„An einem lauen Sommerabend etwas essen und mit anderen ins Gespräch kommen“, nennt Anna Maria Holz den Reiz des Dîners und gießt Gazpacho in den Teller. Ebenfalls Dîner-Novizen sind Alexandra Wirbser und Constanze Müller aus Rastatt und Gaggenau, die mit einer Freundin gekommen sind. Inspiriert von Fotos des Pariser Dîners hätten sie gegoogelt, wo eines stattfindet. „Ein bisschen Stil ist gut, auf ‚Das Fest‘ kann jeder.“

Pfannkuchen statt Nudel beim Dîner en blanc in Ettlingen

„Ich würde das Dîner gern mal daheim in Bad Herrenalb veranstalten“, sagt Sabine Pfeiffer mit Familie, Dîner-Enthusiasten der ersten Stunde. Lasagne mit Kürbis als Hauptgang, Erdbeer-Lasagne als Dessert. „Statt Nudeln Pfannkuchen“, verrät Petra Tschernik.

„Ich habe mir gesagt, ich komme auf jeden Fall – notfalls allein“, meint Natalie Senger mit einem Augenzwinkern. Fünf weitere Frauen sitzen mit am Tisch, in Etagéren sind Blätterteigschnecken und Kaviar-Canapés angerichtet, flankiert von weißen Rosen. „Unsere Männer wollten nicht mitkommen, weil sie konservativ sind.“

Anja Lay trägt kecken Fascinator zur Perlenkette: „Es ist immer wieder schön, sich festlich zu kleiden.“ Neben Chrysanthemen stehen Flammkuchenröllchen mit Rosmarin-Dip bereit. Ein Tischherr gibt mit einem Flambierbrenner der Crème Brûlée den letzten Schliff.

Premiere auch für Ricard Pauls und Carolin Hotz, die Ziegenjoghurt mit Erdbeeren vorbereitet haben. „Wir wurden herzlich aufgenommen und wollen wiederkommen“, sagen beide unisono. Feurig blitzend brennen um 22 Uhr erst eine, dann immer mehr Wunderkerzen und illuminieren zum Abschluss das Dîner en blanc im Park.

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