Skip to main content

Unsichere Saison wegen Corona-Krise

Spezielle Herausforderungen für Skiliftbetrieb Dobel

Wie soll die Wintersportsaison 2020/2021 ablaufen? Bei den Sportfreunden Dobel, die ehrenamtlich einen Lift betreiben, steht man vor besonderen Herausforderungen.

Spaß im Schnee: Skifahren am kleinen Skilift in Dobel wollen die Dobler Sportfreunde trotz Corona im Winter ermöglichen. (Archivbild) Foto: Birgit Graeff-Rau

Vor großen Herausforderungen gestellt sehen sich die Dobler Sportfreunde für die kommende Wintersaison. „Dieses Jahr müssen wir nicht nur die Wettervorhersage im Auge haben, sondern auch die jeweils aktuelle Corona-Verordnung“, sagt Markus Treiber, Vorsitzender der Dobler Sportfreunde, die seit Jahren ehrenamtlich den kleinen Lift unterhalb des Dobler Wasserturms betreiben. Die vergangene Saison war praktisch ein Totalausfall, da der Schnee ausblieb.

„Das Interesse ist auf jeden Fall noch da, die ehrenamtliche Crew steht bereit“, so Treiber. In Absprache mit der Gemeinde Dobel wird der Bauhof Ende Oktober, Anfang November den Lift aufbauen. „Anschließend muss er vom TÜV abgenommen werden.“ Zusammen mit der Gemeinde werde man ein Hygienekonzept aufstellen.

Keine Online-Buchungen geplant

„Das sollte aber kein größeres Problem sein, da sich bei uns ja alles unter freiem Himmel abspielt“, sagt Treiber. Es gibt kein Gebäude, in dem Menschen dicht gedrängt beieinander stehen, sondern nur das kleine Kassenhäuschen, vor dem die Skifreunde warten müssen, um ihre Liftkarte zu kaufen. „Online-Buchungen wird es nicht geben“, informiert Treiber. Und Après-Ski-Partys wie in den Skihochburgen gibt es auf dem Dobel ohnehin nicht.

Beantragt haben die Sportfreunde aber auf jeden Fall schon mal eine extra Haftpflichtversicherung. „Wir können den Zugang zum Lift personell regulieren und werden an die Vernunft der Menschen appellieren, sich an die Regeln zu halten.“ Nur so könne man bei ausreichender Schneelage das Angebot des Liftbetriebs am Wochenende aufrecht erhalten.

Speziell bei Familien mit kleineren Kindern, die ihre ersten Versuche auf den Brettern machen, ist der kleine Lift in Dobel sehr beliebt. An schönen Winterwochenenden kommen Familien aus der ganzen Region zwischen Stuttgart, Pforzheim und Karlsruhe in den Höhenort. „Das würden wir gerne auch in diesem Winter mit seinen speziellen Herausforderungen ermöglichen“, sagt Markus Treiber.

Vor zu großem Ansturm ist ihm nicht bange. „Es gibt ja nur begrenzte Parkmöglichkeiten, das könnte sich als natürlicher Begrenzungsfaktor heraus stellen“, meint er. Ein großes Fragezeichen setzt er jedoch hinter das Angebot von Ski-Kursen. „Da können wir zum jetzigen Zeitpunkt noch überhaupt keine Zusagen geben - das hängt von der Entwicklung der Pandemie ab“, betont Treiber. Als ehrenamtlicher Betreiber könne man sich einfach nicht zu viel Verantwortung auf die Schultern laden.

nach oben Zurück zum Seitenanfang