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Dienstgruppe in Quarantäne

Drei Corona-Fälle im Polizeirevier Ettlingen

Wegen drei Corona-Fällen im Ettlinger Polizeirevier musste eine Dienstgruppe nach Haus geschickt werden. Polizeisprecher Ralf Minet sieht aber aktuell die Dienstbereitschaft nicht gefährdet.

Auch hier war die Ettlinger Polizei gefordert Regelmäßig um 20.30 Uhr versammelten sich in Rheinstetten Menschen, um gegen die Corona-Verordnung zu demonstrieren. Foto: Werner Bentz

Drei Beamte des Polizeireviers Ettlingen sind in den vergangenen Tagen positiv auf den Coronavirus getestet worden. Betroffen davon ist insbesondere eine Schicht des Streifendienstes. Die Beamten der betroffenen Schicht wurden laut Ralf Minet, Sprecher des Polizeipräsidiums Karlsruhe, sofort nach Feststellung der Infektionen nach Hause in Quarantäne geschickt.

Dies betraf insgesamt sechs Polizisten. Unter den drei positiv Getesteten ist auch ein Polizist des Tagesdienstes. Im Nachgang zu den positiven Tests habe man die komplette Belegschaft des Reviers getestet. So wie es aktuell aussehe, ebbe aber das Corona-Geschehen im Revier ab.

Die Dienstzimmer seien sofort nach den aufgetretenen Fällen konsequent desinfiziert worden. Im Bereich des Polizeipräsidiums Karlsruhe habe es ansonsten in Posten und Revieren in den vergangenen Wochen keine größeren Ausreißer gegeben. Der Ausfall der Schicht sei durch andere Schichten kompensiert worden.

Einer der positiv getesteten Beamten sagte gegenüber den BNN, er habe den Abstand im Revier zu seinen Kollegen immer eingehalten. Man fahre schon seit Monaten ein Hygienekonzept genau nach den Vorgaben der Polizeiführung. „Wir haben uns den sich ständig ändernden Corona-Regeln proaktiv gestellt.“

Polizisten sind dort, „wo andere nicht sein sollen“

Thomas Blenke, Calwer CDU-Abgeordneter und Polizeisprecher der CDU im Stuttgarter Landtag, meint trotz der hier und dort von gewerkschaftlicher Seite geäußerten Kritik, habe das Land sehr viel für die Schutzausrüstung der Polizisten im Streifendienst getan.

Das Revier in Ettlingen war in den vergangenen Wochen insbesondere mit vielen nächtlichen Klein-Demos von Bürgern beschäftigt, die sich gegen Ausgangssperren nach 20 Uhr und teilweise auch die Maskenpflicht wehren. Vor einigen Wochen hatte der Landeschef Kusterer der Deutschen Polizei Gewerkschaft pointiert zur Belastung seiner Kollegen formuliert, „wir als Polizei sind dort, wo andere Menschen nicht sein sollen.“

Streifenpolizisten seien damit dauerhaft Ansteckungsgefahren ausgesetzt. „Glücklicherweise ist in der Polizei des Landes bislang kein auffälliges Infektionsgeschehen festzustellen. Dies dürfte nicht zuletzt auf die große Umsicht der Bediensteten, die frühzeitige Etablierung eines qualifizierten Testkonzepts sowie die Bereitstellung entsprechender Infektionsschutzausstattung zurückzuführen sein“, war von Renato Gigliotti, Pressestelle des Stuttgarter Innenministeriums, zur allgemeinen Lage zu hören.

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