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Großes Interesse der Ettlinger Vereine

Ettlinger Engagementplattform geht Ende Juni an den Start

Mit einem Bündel an Anregungen ihrer Vereine und Organisationen entwickelt die Stadt Ettlingen eine digitale Plattform für bürgerschaftliches Engagement. Das Projekt soll zu Beginn der zweiten Jahreshälfte an den Start gehen.

Viele Anregungen kamen von den Ettlinger Vereinen: Tim Mohr von der Stadtverwaltung listete die Wünsche der virtuellen Konferenz auf. Sie sollen in die Entwicklung der Bürger-Plattform einfließen. Foto: Steffi Heck / Stadt Ettlingen

„Engagement vernetzt Ettlingen“ war das Motto: Rund 140 Ehrenamtliche aus Ettlinger Vereinen und Organisation sind zu einem virtuellen Meeting zusammengekommen. Es war der Startschuss für die Online-Bürgerbeteiligung zur Entwicklung der in Ettlingen angestrebten Engagement-Plattform, die ein virtuellen Treffpunkt und Austauschplatz für alle Vereine und Organisation der Stadt werden soll.

„Wir hatten gehofft, dass mindestens 50 Repräsentanten aus Vereinen und anderen ehrenamtlichen Organisationen mitmachen“, so Oberbürgermeister Johannes Arnold (Freie Wähler) und der städtische Digitalbeauftragte Andreas Kraut unisono.

Gemeinsam mit den Städten Bretten und Baden-Baden hatten sich die Stadt Ettlingen, alle drei gehören dem Digital-Zusammenschluss „re@di“ der mittelbadischen Großen Kreisstädte an, hatte man sich schon vor dem ersten Corona-Lockdown um dieses Pilotprojekt beim Land beworben und den Zuschlag erhalten. Es soll dem Ehrenamt eine Hilfestellung zur Bewältigung vielfältiger Aufgaben von Vereinen und Organisationen geben.

Grundzüge technischen Plattform

Carlo Schöll von der Agentur bächle & spree moderierte und Katrin Demand von der Firma retis präsentierte die Grundzüge der künftigen technischen Plattform. Über drei Stunden tauschten sich die die Vereinsvertreter in dem Workshop aus. Am Ende wurden anhand von zehn Whiteboards (jedes Thema wurde an zwei virtuellen Tischen diskutiert) die Ergebnisse vorgestellt. Über die Chatfunktion und fünf virtuelle Foren wurden während der Veranstaltung zahlreiche Fragen gestellt und Anregungen gegeben.

73 Prozent wollen weiter mitmachen

Am Ende des Abends konnten die dann noch verbliebenen 111 Teilnehmer in zwei Online-Abstimmungen anonym übers Handy oder den Computer Rückmeldungen werden. Fazit: Die erste Online-Bürgerbeteiligungswerkstatt fanden 83 Prozent sehr gut bis gut, 15 Prozent fanden die Veranstaltung „in Ordnung“ und zwei Prozent „nicht so gut“.

Am Entwicklungsprozess möchten sich 73 Prozent weiterhin beteiligen, 24 Prozent sind noch unsicher und nur drei Prozent sehen davon ab. Den Wert der neuen digitalen Plattform sehen Vereine und Organisationen in den Synergieeffekten gemeinsamen Arbeitens. Beispielsweise könne man über die Plattform auf einen Veranstaltungskalender mit allen wichtigen Termin Ettlinger Vereine zugreifen.

Schon beim ersten Workshop kamen aus den Reihen der Teilnehmer konkrete Fragen. So etwa, ob die eigene Vereinsdomain mitgenommen werden könne, was bejaht wurde. Auch über den Datenschutz ist schon nachgedacht worden.

Als Datenschutzbeauftragter der Plattform werde die Firma Tobit hinterlegt. Sie verantworte die sachgemäße Verarbeitung von Daten, die über die Webseite erhoben oder ausgewertet werden. Die Verantwortung für die Bildrechte und die Wahrung des Persönlichkeitsrechtes liegt bei den Vereinen. Auch die Frage von Teilnehmern nach Formularen zum Download oder auch Online-Formularen, die die Arbeit auf des Vereinsplattform erleichtern, wurde positiv bejaht. Selbst Spendenaktionen einzelner Vereine seien künftig über die Shop-Funktion möglich.

Modul für die Mitgliederverwaltung

In der Entwicklung ist ein Modul, mit der über die Plattform die Mitgliederverwaltung für jeden einzelnen Verein möglich ist. Es werde angestrebt, dass die komplette Vereinsverwaltung darüber abgebildet werden kann. Für Sportvereine besonders interessant sein wird, dass Ergebnistabellen von anderen Webseiten eingebunden werden können. Unterstützt werden sollen über die Plattform auch der Aufbau einfacher Homepages für Vereine, die an dem Projekt teilnehmen.

Je mehr Vereine die Plattform nutzen, umso mehr Synergien können geschaffen werden.
Andreas Kraut, städtischer Digitalbeauftragter

Der Gedanke der Engagementplattform sei, so Andreas Kraut, je mehr Bürger und Vereine die Plattform nutzen, umso mehr Synergieeffekte und Mehrwerte können geschaffen werden. Dies bedeute auch Entlastung für die Vereine.

Ebenso zur Verfügung gestellt werden sollen durch den Administrator kleinere Auswertungen. Beispielsweise über die Zahl der Aufrufe, aktive Nutzer, beliebte Seiten. Weiterhin gibt es die Möglichkeit, Google-Analytics einzubinden. Spätestens am 30. Juni soll die neue Plattform an den Start gehen. Im Vorfeld werden aber schon Testgruppen auf die Plattform „losgelassen“. Ein Wunsch von Teilnehmern war, dass auch die Stadtverwaltung in die Plattform integriert. Hier könne dann beispielsweise der digitale Belegungsplan für Hallen oder die Ansprechpartner für Vereinsangelegenheiten bei der Stadt zu finden sein.

Nächster Workshop ist Mitte Mai

Der zweite Workshop für die neue Plattform ist am 20. Mai, 18.30 Uhr. Außerdem wird es künftig einen regelmäßigen Newsletter zu dem Projekt geben. Interessenten können diesen per Mail über engagement@ettlingen.de anfordern.

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