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Bewusstsein für Haltung und Tierschutz

Für Expertin aus Ettlingen ist jeder Tag ein Weltkatzentag

Die Ettlinger Mitglieder des Freundeskreis Katze und Mensch sind wahre Katzenfans. Doch was macht der Verein genau und wie läuft ein „Katzensitting“ ab?

Jana Winkler, Leiterin der Ortsgruppe Ettlingen des Vereins Katzenfreunde. Foto: Jana Winkler

Jana Winkler ist Katzenfan und leitet seit 2010 die Ortsgruppe Ettlingen des gemeinnützigen Vereins Freundeskreis Katze und Mensch.

Mit 160 Ortsgruppen ist der Verein gut organisiert und lebt von der Gemeinschaft. In Ettlingen gibt es ein besonderes Projekt: Das „Kattensitting“. Die Leiterin der Ortsgruppe erklärt, was das ist.

Am Sonntag ist Weltkatzentag. Was hat der denn für eine Bedeutung?

Katzenfreunde versuchen für ihre Tiere, eigentlich jeden Tag als Katzentag zu begehen, indem sie ihrem Tier die entsprechende Zeit widmen. Ich glaube, der Weltkatzentag dient vor allem dazu, die Tierfreunde in den Einzelhandel zu locken. Der macht Rabatt- und Sonderaktionen, hat extra Leckerli und spezielles Futter im Angebot. Darüber hinaus ist ein solcher Tag natürlich eine Gelegenheit, über Katzenhaltung nachzudenken und das Bewusstsein für den Tierschutz zu schärfen.

Sie engagieren sich im Freundeskreis Katze und Mensch Ettlingen, was macht der genau?

Wir treffen uns regelmäßig am letzten Montag im Monat um 19 Uhr zu einem Stammtisch im Ettlinger Padellino. Im Schnitt kommen da zehn Leute. Gäste sind uns immer willkommen. Während Corona musste alles ausfallen, die Vereinsmitglieder haben aber untereinander den Kontakt gehalten. Der Freundeskreis ist seit 1995 bundesweit tätig, es gibt fast 160 Ortsgruppen mit über 8.000 Mitgliedern. Unser zentrales Anliegen ist Katzensitting auf Gegenseitigkeit. Kümmerst du dich um meine Katze, wenn ich nicht da bin, kümmere ich mich um deine. Es geht darum, dass die Katzen beispielsweise während eines Urlaubs oder während einer Krankheit versorgt sind und nicht ins Tierheim müssen. Man weiß ja, dass für viele Katzen allein schon der Transport dorthin Stress beutet.

Wie funktioniert das Katzensitting konkret?

Eigentlich ist das ganz einfach. Die Tiere werden in ihrer Umgebung betreut,während der Besitzer verhindert ist. Das heißt also, der Sitter geht in die betreffende Wohnung und versorgt das Tier, als wäre es sein eigenes. Da sich die Leute im Freundeskreis kennen und die Daten von allen im Verein vorliegen, gibt es da kein Problem. Man sucht sich natürlich jemanden, der möglichst im gleichen Ort oder in der Nähe wohnt. Sonst wird es zu aufwendig. Es gibt im Freundeskreis ein Punktesystem, und es ist klar, dass wer sein Tier während Abwesenheit betreut haben will, auch selbst ehrenamtlich betreuen muss. Da alle aus dem Freundeskreis das Wohl der Tiere wollen, funktioniert das auch. Ich selbst habe nur gute Erfahrungen gemacht. Als ich nach einer sechswöchigen Australienreise zu meiner Katze und meinem Kater zurückgekommen bin, die zuhause versorgt wurden, war es so, als wäre ich nur kurz einkaufen gewesen.

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