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Kurtaxe und Fremdenverkehrsabgabe steigen

Gebührenänderungen 2022: Bad Herrenalb bittet die Bürger am meisten zur Kasse

Wasser, Abwasser, Hunde und Kita-Gebühren: In Ettlingen und den umliegenden Kommunen ändert sich im neuen Jahr einiges. Nur Karlsbad und Malsch verzichten auf Anpassungen.

Der treue Begleiter wird teurer: Bad Herrenalb und Marxzell erhöhen die Hundesteuer zum 1. Januar 2022. Auch in anderen Kommunen steigen Gebühren und Steuern im neuen Jahr. Foto: Jan-Philipp Strobel/dpa

Die finanzielle Lage vieler Kommunen ist seit Corona sehr angespannt – da machen die im südlichen Landkreis Karlsruhe und im hinteren Albtal keine Ausnahme.

Für die Bürger bedeutet klamme Kasse im Rathaus nicht selten Nachschlag bei Steuern und Gebühren.

Wo was geplant oder schon für die Zeit nach dem Jahreswechsel beschlossen ist – ein Überblick, der keinen Anspruch auf Vollständigkeit erhebt.

Ettlingen

In der Großen Kreisstadt steigt zum 1. Januar die Grundsteuer B, die Hauseigentümer wie Mieter betrifft, von bisher 350 vom Hundert auf 380. Bereits rückwirkend zum Januar 2021 erhöht ist die Gewerbesteuer, und zwar von 365 auf ebenfalls 380 vom Hundert.

Ebenfalls teurer wird das Abwasser: Die Schmutzwassergebühr steigt von 1,65 Euro je Kubikmeter auf 1,79 Euro, beim Niederschlagswasser werden ab Januar 68 Cent je Quadratmeter statt bisher 61 Cent fällig. Im Schnitt um 2,5 Prozent angehoben werden die Musikschulgebühren.

Die neue Gebührensatzung gilt ab Februar 2022. Vorgeschlagen ist von der Verwaltung, das Anwohnerparken teurer zu machen. Hier soll künftig 60 Euro statt 30 Euro im Jahr gelten – beschlossen ist das aber noch nicht.

Rheinstetten

In Rheinstetten sinkt die Frischwassergebühr zum 1. Januar von 1,71 Euro auf 1,57 Euro pro Kubikmeter. Auch die Schmutzwassergebühr sinkt von 1,16 Euro pro Kubikmeter zum 1. Januar 2022 auf 95 Cent pro Kubikmeter.

Die Niederschlagswassergebühr steigt im kommenden Jahr leicht von 57 Cent auf 63 Cent pro Quadratmeter. Die Hebesätze für die Grundsteuer B und die Gewerbesteuer werden 2022 voraussichtlich von 360 auf 390 vom Hundert angehoben, ein entsprechender Beschluss liegt laut Stadtverwaltung aber noch nicht vor.

Karlsbad

Zu Jahresbeginn gibt es in Karlsbad keine Erhöhung von Steuern und Gebühren. Die Grundsteuer (A und B) liegt weiter bei 325 vom Hundert, die Gewerbesteuer bei 345 vom Hundert.

Für Schmutzwasser werden weiter 1,65 Euro pro Kubikmeter fällig, für Niederschlagswasser 54 Cent je Quadratmeter.

Malsch

Auch in Malsch ändert sich zum 1. Januar 2022 nichts. Die Gewerbesteuer und die Grundsteuer B bleiben unverändert, auch die Wassergebühren werden nicht nach oben angepasst.

Sie bleiben bei 2,05 Euro je Kubikmeter, die Schmutzwassergebühr beträgt auch 2022 pro Kubikmeter drei Euro, die Niederschlagswassergebühr bleibt bei 60 Cent pro Quadratmeter.

Marxzell

Einen Aufschlag bei der Hundesteuer will die Gemeinde Marxzell ab 1. Januar. So zahlt man dann für den Ersthund statt 84 Euro im Jahr 96, für den Zweithund sind es 192 Euro statt der bisherigen 168.

Ebenfalls beschlossene Sache ist die Erhöhung der Trinkwassergebühren von derzeit 2,20 Euro je Kubikmeter auf 2,31 Euro ab 1. Januar.

Der Preis fürs Schmutzwasser steigt auf 1,90 Euro pro Kubikmeter (bislang 1,77 Euro), der fürs Niederschlagswasser auf 51 Cent je Quadratmeter (bislang 44 Cent). Zum 1. Januar kostet auch die Gebühr für die verlässliche Grundschule mehr (56,50 Euro für das erste Kind pro Woche statt 45 Euro) und die Hortgebühr pro Woche steigt für das erste Kind auf 146,50 Euro (bisher 125 Euro).

Waldbronn

In der Kurgemeinde bleiben die Gewerbesteuer und die Grundsteuer zum neuen Jahr unverändert bei 420 vom Hundert beziehungsweise 470 vom Hundert. Teurer wird die Trinkwassergebühr, und zwar um fünf Cent auf 2,05 Euro je Kubikmeter.

Bei den Abwassergebühren und denen für die Kitas zeichnen sich Veränderungen ab, entschieden wird aber erst im Laufe des neuen Jahres.

Bad Herrenalb

In Bad Herrenalb gibt es die meisten Veränderungen bei Steuern und Gebühren. Die Kurtaxe erhöht sich laut Stadtkämmerer Albert Wilhelm zum 1. Januar um ganze 50 Prozent auf dann durchschnittlich 3,50 Euro pro Tag und Gast. Die Fremdenverkehrsabgabe für Betriebe oder Arztpraxen soll von bisher sieben auf nunmehr elf Prozent steigen.

Die Zweitwohnsteuer steigt von 18 auf 20 Prozent der ortsüblichen Miete. Die Hundesteuer erhöht sich zum 1. Januar 2022 von 106 auf 120 Euro für den Ersthund und von 240 auf 260 Euro für jeden weiteren Hund. Der Hebesatz für die Grundsteuer B steigt von 450 auf 480 vom Hundert.

Die Grundsteuer A bleibt bei 1.900 vom Hundert – der höchste Wert in ganz Baden-Württemberg. Die Schmutzwassergebühr steigt von 74 Cent auf 1,07 Euro pro Kubikmeter, die Niederschlagswassergebühr von 27 auf 32 Cent pro Quadratmeter. Die Kita-Gebühren wurden bereits im September 2021 angepasst.

Dobel

Nach 18 Jahren passt Dobel zum 1. Januar seine Frischwassergebühr an. Der Kubikmeter kostet dann 1,95 Euro statt der bisher verlangten 1,70 Euro. Im Haushalt 2022, der eingebracht, aber noch nicht verabschiedet ist, sind keine Steuererhöhungen vorgesehen.

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