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Stadt schaltet Online-Plattform frei

Ideen und Anregungen erwünscht: Wohin soll sich Ettlingen bis 2030 entwickeln?

Egal ob am PC oder auf Papier – die Bürger von Ettlingen sind aufgerufen, Anregungen, Ideen und Wünsche zur Stadtentwicklung zu äußern.

Hohe Lebensqualität, aber teuer zum Wohnen: Das ist Ettlingen. Bürger sind jetzt gefragt, wie sich die Stadt weiterentwickeln soll. Foto: ARTIS - Uli Deck

Mitmachen erwünscht! Die Stadt möchte von ihren Bürgern wissen, wie Ettlingen 2030 und in den Folgejahren aussehen soll, wohin sich die heute knapp 40.000 Einwohner zählende Kommune entwickeln soll. Wo sehen die Menschen kommunalen Handlungsbedarf? Beim Wohnen, beim Verkehr, beim Umweltschutz oder im Bereich Tourismus?

Online-Plattform ist freigeschaltet

Dazu hat das städtische Planungsamt in Kooperation mit dem Heidelberger Büro Plan:Kooperativ, das auf Stadtentwicklungs- und Bürgerbeteiligungsprozesse spezialisiert ist, eine Online-Plattform freigeschaltet. Mit von der Partie sind zudem das Büro für Verkehrswesen, Koehler und Leutwein (Karlsruhe), und Metris Architekten und Stadtplaner (Heidelberg).

Sieben Themenfelder von Wohnen bis Freizeit

Auf einer Online-Plattform sind sieben Handlungsfelder gelistet, zu denen sich Bürger äußern können: Bauen und Wohnen, Natur und Umwelt, Mobilität, Bildung, Freizeit und Kultur, Wirtschaft und Soziales. In den nächsten vier Wochen können Verbesserungsvorschläge gemacht, Anregungen gegeben, Wünsche geäußert werden.

Zwischen 200 und 500 Bürgerbeiträge wären ein guter Rücklauf.
Steffen Becker, Büro Plan:Kooperativ

Interessierte, die nicht gerne digital unterwegs sind, haben auch die Möglichkeit, auf einer Doppelseite im aktuellen Amtsblatt ihre Sicht der Dinge niederzuschreiben und die Stellungnahme dann in Briefkästen des Rathauses oder der Ortsverwaltungen zu werfen. Steffen Becker von Plan:Kooperativ, der in rund 30 Städten unterschiedlicher Größe solche Plattformen betreut und die Ergebnisse mit ausgewertet hat, sagt: „Zwischen 200 und 500 Bürgerbeiträge wären ein guter Rücklauf.“

Stadtentwicklungskonzept wichtig für Landeszuschüsse

Der Anlass für diese Form der Bürgerbeteiligung ist, dass Ettlingen wie andere Städte auch an einem sogenannten „Integrierten Stadtentwicklungskonzept“, kurz ISEK, arbeitet. Nicht ganz freiwillig, sagen Oberbürgermeister Johannes Arnold (Freie Wähler) und Planungsamtschef Wassili Meyer-Buck. Denn die Existenz eines ISEK ist gemäß Beschluss der grün-schwarzen Landesregierung Voraussetzung dafür, um bei Projekten der Stadtentwicklung oder Stadtsanierung künftig Landeszuschüsse zu erhalten. Das war früher nicht so.

Ettlingen hat in 40 Jahren mehr als 40 Millionen Euro erhalten

In rund 40 Jahren hat Ettlingen für seine Altstadtsanierung, den Schloss- oder Rathausumbau und andere große Maßnahmen die stolze Summe von mehr als 40 Millionen aus Fördertöpfen des Landes bekommen. Wer ein ISEK erstellt, der muss die Bürger einbeziehen, deren Ideen abgewogen werden und in die Entscheidung des Gemeinderats einfließen. Letztgenannter ist an diesem Wochenende in Klausur und beschäftigt sich einmal mehr mit dem ISEK.

Konzept kostet knapp 150.000 Euro

Arnold geht davon aus, dass es gerade bei brennenden Themen wie Wohnungsbau oder Verkehr „große Schnittmengen“ zwischen den Intentionen des Gemeinderats und denen der Bürger geben wird. Da der finanzielle Spielraum der Stadt Ettlingen enger als früher ist, soll das ISEK auch verbindliche Basis für eine Prioritätenliste sein, was wann in welchem Umfang in Ettlingen angegangen wird. Zunächst wirft das knapp 150.000 Euro teure ISEK nur einen Blick auf die Gesamtstadt. Aus den Stadtteilen wurde aber bereits der Wunsch laut, sie in einem weiteren Schritt einzubeziehen.

Service

Am Dienstag, 15. Juni, bietet die Stadt eine ergänzende Online-Bürgerinfo zum Thema ISEK an, man kann sich auf der Online-Plattform www.ettlingen-gestalten.de einwählen. Start ist um 18 Uhr.

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