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Handynutzer waren drei Monate ohne Empfang

Wieder am Netz: Mobiler Sendemast in Karlsbad aufgestellt

Drei Monate mussten Kunden eines Mobilfunkanbieters auf ihr Handynetz warten. Nun hat der Betreiber einen mobilen Sendemasten aufgestellt. Was lief falsch?

Seit über drei Monaten sind die Handy-Kunden in Spielberg ohne Empfang. Mit dem dieser Tage beim Wasserturm installierten Sendemast wurde zunächst eine provisorische Lösung geschaffen, die ab der ersten November-Woche wieder für Netzverbindungen sorgen soll. Foto: Gustl Weber

Erstes Aufatmen bei den Telekom-Kunden in Spielberg, die nunmehr seit bereits über drei Monaten ohne Handy-Empfang sind (die BNN berichteten). Dieser Tage hat die Deutsche Telekom den schon länger zugesagten provisorischen mobilen Sendemast - einen Mastwagen auf dem Gemeindegelände beim Spielberger Wasserturm - installiert. Laut Aussage des Unternehmensvertreters soll die Anlage in der ersten Novemberwoche, sobald die Netzintegration abgeschlossen ist, in Betrieb gehen.

Bereits Mitte Juli musste die Telekom den seit mehr als 20 Jahren auf dem Dach eines Privatgebäudes im Spielberger Ortskern, gegenüber dem Rathaus, installierten Sendemast abbauen. Dabei haben die Gebäudeeigentümer rechtzeitig vor einem Jahr und damit fristgerecht, den Nutzungsvertrag für ihre Gebäudedach und einen Technikraum in der Scheune gekündigt.

Damit sind mehr als vierhundert Telekom-Kunden im Karlsbader Ortsteil seit nunmehr über drei Monaten ohne Empfang. „Jetzt bauen wir natürlich darauf, dass dieses Dilemma mit der provisorischen Anlage in wenigen Tagen zunächst behoben ist“, so Klaus Steigerwald, Vorsitzender der Selbständigen Karlsbad.

Fakt ist, dass die Telekom ganz offensichtlich versäumt hat, nach der Kündigung am früheren Standort eine Alternativlösung in Spielberg zu suchen. Laut Bürgermeister Jens Timm hat die Gemeinde bereits Mitte Juli der für diese Belange bei der Telekom zuständigen Mailänder Consult GmbH, Karlsruhe, einen möglichen Mast-Standort beim Spielberger Festplatz in der Nähe der Sportplätze angeboten. Er habe allerdings den Eindruck, dass dieser Bereich auf wenig Gegenliebe bei dem Unternehmen stieß. Offensichtlich sei man nach wie vor auf der Suche.

Die Telekom weist allerdings, trotz der auch dort realisierten Versäumnisse nach der Kündigung der Sendeanlage auf dem Privathaus darauf hin, dass die Senderstandorte leider nicht einzeln betrachtet werden dürfen. Die jeweiligen Funkzellen müssen auf der einen Seite das Umfeld bestmöglich versorgen, sich aber auch harmonisch mit anderen Anlagen verbinden. „Wir sind jetzt dankbar, wenn hoffentlich in wenigen Tagen die Probleme in Spielberg zunächst behoben sind“, betont Bürgermeister Timm.

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