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Wahlhelfer nutzen das Corona-Schnelltest-Angebot

Landtagswahl im Wahlkreis Ettlingen: Zwei bis drei Mal so viele Briefwähler wie 2016

Die Vorbereitungen für die Landtagswahl hat den Gemeinden des Wahlkreises Ettlingen viel organisatorische Arbeit beschert. Zusätzlich zu den sonst üblichen Wahlhelfern ist auch mehr Security im Einsatz, um die AHA-Regeln der Corona-Zeit zu gewährleisten.

Viele haben bereits gewählt: Die Briefwahl ist bei der Landtagswahl 2021 gefragt wie noch nie. Manche wählten sofort nach den Antragstellung in den Rathäusern. Foto: Werner Bentz

Ettlingen. Zwei Tage vor der Landtagswahl zeichnet sich in Ettlingen und im südlichen Landkreis Karlsruhe eine hohe Briefwahlbeteiligung ab.

Das kommt für die Frauen und Männer in den Wahlämtern nicht wirklich überraschend.

„Wir haben damit gerechnet und sind vorbereitet“, sagt Kristian Sitzler, Leiter des Ordnungsamtes Ettlingen.

Ettlingen

Die Zahl der Briefwahlbezirke wurde von sieben in 2016 auf jetzt 15 mehr als verdoppelt. Mitte dieser Woche hatten deutlich mehr als 10.000 Bürger Briefwahlunterlagen angefordert, insgesamt gibt es in Ettlingen 28.500 Wahlberechtigte.

Am Sonntag hat die Stadt laut Sebastian Becker vom Wahlamt gut 300 Wahlhelfer im Einsatz, Mitarbeiter der Verwaltung und Ehrenamtliche. Sie erhalten eine Aufwandsentschädigung von 60 Euro plus ein Verpflegungsgeld von fünf Euro. Den Wahlhelfern werde am Samstag ein Corona-Schnelltest in der Albgauhalle angeboten.

Am Einlass zu den Wahllokalen (Öffnung 8 Uhr) ) ist am Sonntag eine Security im Einsatz, die auf Abstände, Tragen von Mundschutz, Händedesinfektion achtet. Die Stifte in den Wahlkabinen würden regelmäßig desinfiziert, man „kann aber auch den eigenen Kuli mitbringen“, so Becker.

In der Hans-Thoma-Schule Spessart und der Hebelschule Schöllbronn befragt ein Team von Dimap (ARD) Bürger für die Hochrechnungen, im evangelischen Gemeindezentrum Bruchhausen und in Schluttenbach ist die Forschungsgruppe Wahlen (ZDF) präsent. Becker rechnet mit einem Wahlergebnis am Sonntag gegen 19.30 Uhr.

Rheinstetten

Die Große Kreisstadt sieht Ordnungsamtsleiter Ronald Daum bestens gerüstet für den Wahltag. Knapp 200 ehrenamtliche Helfer sind im Einsatz. 19 Präsenzwahllokale sind am Sonntag zu betreuen. Dazu kommen noch fünf Briefwahlbezirke.

An den Orten, wo besonders viele Wahllokale untergebracht sind, das betrifft die Schwarzwaldschule, aber auch die Johann-Rupprecht-Schule wird um die Einhaltung der Corona-Regeln zu garantieren, noch zusätzlich Security eingesetzt. Erfreulich sei, dass mehr als die Hälfte der Wahlhelfer wenige Stunden vor ihrem Wahldienst sich noch einem Corona-Schnelltest unterziehe.

Bereits rund 5.000 der etwa 15.700 Wahlberechtigten hätten in Rheinstetten Briefwahl beantragt. Das seien im Vergleich zu 2016 doppelt so viele. Die Anwendung der neuen Wahl-Software Votemanager des Landes, mit der die Stimmenerfassung vereinheitlicht wird, sei für die Mitarbeiter der Verwaltung noch gewöhnungsbedürftig.

Marxzell

Auch in Marxzell sind deutlich mehr Briefwahlunterlagen raus als vor fünf Jahr nämlich über 1.600. Die Gemeinde hat 4.000 Wahlberechtigte. Von den 60 Wahlhelfern sind ein Drittel aus der Verwaltung, ein Drittel sind Mandatsträger und ein Drittel erfahrene Bürger.

Die Aufwandsentschädigung liegt bei 35 Euro. Auch Marxzell macht am Samstag freiwillige Schnelltest-Angebote, in den Wahllokalen am Sonntag gibt es Hygienebeauftragte, so Nastassia Di Mauro vom Wahlamt.

Waldbronn

In Waldbronn haben von rund 9780 Wahlberechtigten rund 4.180 Briefwahl beantragt. Das sind 43 Prozent - mehr als doppelt so viele wie bei der Landtagswahl 2016 (19 Prozent) und der Kommunalwahl 2019 (21 Prozent).

120 Wahlhelfer kommen in drei Schichten zum Einsatz, pro Schicht und Wahllokal wurde jeweils ein Hygienebeauftragter ernannt. Wahlhelfer können sich am Samstag vor der Wahl bei einer ansässigen Ärztin auf Corona testen lassen.

Die 17 Wahllokale sind von 8 Uhr bis 18 Uhr geöffnet. Die Ergebnisse der Briefwahlbezirke werden laut Hauptamtsleiter Reinhold Bayer an drei Standorten ausgezählt, mit einem Ergebnis rechne man um 21 Uhr.

Karlsbad

Fast doppelt so viele Wahlhelfer wie 2016 hat die Gemeinde Karlsbad bei dieser Landtagswahl im Einsatz.

Das liegt zum einen daran, dass die Teams um Hygienebeauftragte aufgestockt wurde, zum anderen an der höheren Zahl an Briefwählen. Statt zwei Briefwahlbezirken gibt es dem stellvertretenden Hauptamtsleiter Jürgen Augenstein zufolge diesmal neun.

Mehr als 4.200 Briefwahlscheine hat die Gemeinde schon ausgestellt, das entspricht einem Anteil von 35 Prozent aller Wahlberechtigten. Insgesamt gebe es inklusive Ersatzpersonal rund 220 Wahlhelfer. Die Gemeinde habe allen Corona-Selbsttests zur Verfügung gestellt.

Malsch

Die Gemeinde Malsch hat fünf Wahllokale in der Hebelschule, der Hans-Thoma-Schule, der Freihofhalle Sulzbach, der Waldenfelshalle in Waldprechtsweier und der Mahlbergschule in Völkersbach eingerichtet.

Die Wahlräume sind mit Spuckschutzwänden, Luftfiltergeräten, Desinfektionsmittel, Einmalhandschuhen sowie desinfizierten Stiften für die Wähler ausgestattet, teilt das Rathaus mit. Die Wahlhelfer würden mit Masken ausgestattet, auch für Wähler halte man eine Maskenreserve bereit.

Die Ergebnisse der fünf Briefwahlbezirke werden im Rathaus ausgezählt. Mehr als 4.200 Bürger haben Briefwahl beantragt (rund 40 Prozent).

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