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Pilgern am Schwarzwaldrand

Wandern auf dem Jakobsweg: Von Waldprechtsweier nach Gaggenau

Es muss ja nicht gleich Santiago de Compostela in Spanien sein. Auch in Baden können Wanderer sich auf den Jakobsweg begeben und bei einer Tagestour den Spuren der Pilger folgen.

Saumweg mit Schwarzwald im Hintergrund
Der Badische Jakobsweg verläuft ein Stück auf dem Saumweg. Die Wanderer haben Ausblick auf die Schwarzwaldhöhen. Foto: Michael Erle

Der Jakobsweg ist der wohl berühmteste Pilgerweg. Sein Ziel ist Santiago de Compostela in Spanien. Auch von Baden aus können Pilger los wandern. Der Weg führt durch die Rheinebene und verläuft von Laudenbach an der Bergstraße über Heidelberg, Ettlingen, Baden-Baden und Offenburg bis nach Breisach.

Wir wandern ein Stück des Badisches Jakobswegs, nämlich von Waldprechtsweier nach Gaggenau. Dabei wählen wir zwischen zwei Varianten.

Die kürzere, 12,5 Kilometer lange Strecke bringt uns direkt nach Gaggenau, die 16 Kilometer lange Strecke verläuft über Michelbach, einen Ort mit schönen Fachwerkhäusern.

Wandern auf dem Jakobsweg: Von Waldprechtsweier nach Gaggenau
Für die Tour gibt es eine kürzere und längere Variante, zudem kann sich verkürzt werden. Foto: BNN

Von der Haltestelle in Waldprechtsweier aus gehen wir in Fahrtrichtung des Busses immer geradeaus auf der Talstraße - am Rathaus und der alten Schule vorbei. Wir laufen, wenn die Freiolsheimer Straße links abzweigt, geradeaus weiter und passieren die Ölmühle.

Die Markierung des Jakobswegs: eine gelbe Muschel

Bei der Festhalle sehen wir zwei Markierungen: die blaue Raute des Saumweges, unser Zeichen für die nächste Zeit („Wallfahrtsbrünnle ein Kilometer“), sowie die gelbe Muschel des Jakobsweges, die uns bis zum Ziel begleiten wird. Wir gehen aus dem Ort und durch das Waldprechtstal zum Wallfahrtsbrünnle, wo unsere Markierung nach scharf rechts zeigt.

Nun geht es immer den Wegweisern „Gaggenau“ nach, kurz nach der Tafel „Waldrefugien“ nach rechts und gleich darauf nach links, an einer Hütte vorbei und auf einem Waldrandweg mit viel Aussicht zu einem Wasserspeicher.

Nach 200 Meter treffen wir auf einen Querweg. Wir schwenken nach rechts und dann beim Johannesstein aus dem Jahre 2017 nach links. Beim nächsten Wegweiser gehen wir nach rechts, wenn wir einen kurzen Abstecher nach Oberweier zwecks Einkehr machen möchten.

Weiter geht es unseren Zeichen nach („Gaggenau 7,5 Kilometer“) auf einem bald geteerten, aussichtsreichen Weg zum Wegweiser „Breitenstein“. Ein wenig später müssen wir nach links abbiegen, hier fehlen die Zeichen.

Eine Abkürzung der Wanderung führt nach Bad Rotenfels

Nach 250 Metern schwenken wir nach rechts, gehen nach der Querung des Itterbaches nochmals nach rechts und laufen talabwärts an den Fischteichen des Angelsportvereins vorbei zum Wegweiser „Sauwald“.

Wenn wir die Wanderung abkürzen wollen, biegen wir rechts ab und folgen der blauen Raute zum Bahnhof Bad Rotenfels.

Ansonsten gehen wir geradeaus weiter und folgen der gelben Raute sowie weiterhin den Zeichen des Jakobsweges Richtung Gaggenau. Leider fehlen sie an einigen Stellen oder sind leicht zu übersehen, bitte deshalb aufmerksam der Wegbeschreibung folgen.

Wir wandern durch das liebliche Dürrenbachtal, halten uns bei einem Waldsofa zweimal rechts, biegen beim Lukasplatz nach links ab und gelangen nach 250 Metern zum Wegweiser „Hüblich“.

Variante eins: direkt nach Gaggenau

Nun müssen wir uns entscheiden: Für die kürzere Variante biegen wir nach rechts ab, 400 Meter danach nochmals nach rechts („Gaggenau“), wandern am Gommersbach entlang und schwenken nach 500 Metern nach links („Gaggenau“) und gleich darauf nach rechts.

Wir wandern am Waldrand entlang und beim nächsten Wegweiser geradeaus weiter („Gaggenau Bahnhof 1,5 Kilometer“). Wir treffen bald auf einen Teerweg, biegen rechts und ein wenig später links ab. Wenn die gelbe Raute nach rechts zeigt, folgen wir der Jakobsmuschel geradeaus („Am Häuselsberg“).

Wir gehen bei einer Marienstatue nach rechts durch ein entstehendes Neubaugebiet und weiter auf dem Asternweg. Wir überqueren etwas rechts versetzt die Lilienstraße und erreichen über einen Treppenabgang die Körnerstraße bei der Hebelschule.

Variante zwei: über Michelbach nach Gaggenau

Pilgerfigur aus Holz
Am Wegweiser „Große Eiche“ bei Michelbach steht eine große Pilgerfigur. Foto: Michael Erle

Bei der längeren Variante geht es geradeaus weiter („Kieserstraße 1,4 Kilometer“). Wir biegen beim nächsten Wegweiser halbrechts ab („Michelbach 2,2 Kilometer“), laufen an der Sportgaststätte „Murgtalblick“ vorbei, dann auf dem Baumpfad parallel neben dem Teerweg zum Wegweiser „Große Eiche“ (große, aus einem Eichenstamm geschnitzten Pilgerfigur).

Wir biegen links ab („Michelbach 0,8 Kilometer“) und wandern am Naturfreundehaus vorbei hinab nach Michelbach. Wir biegen bei der Kirche rechts ab („Bahnhof Gaggenau drei Kilometer“), nach der Bushaltestelle (Buslinie 253 zum Bahnhof Gaggenau) schwach rechts in den Heilweg und gehen nach den letzten Häusern 50 Meter bergan. Wir halten uns schwach links und folgen einem schönen Fußweg durch das Michelbachtal zur Hebelschule.

Vor der Schule werfen wir einen Blick auf einen Jakobus-Bildstock aus dem Jahre 1700 und folgen dann der Jakobswegmarkierung und der gelben Raute noch 100 Meter auf der Körnerstraße. Dann halbrechts durch ein Schulgelände, auf der Friedrich-Ebert-Straße über den Bahnübergang und rechts auf der August-Schneider-Straße zum Bahnhof Gaggenau, unserem Ziel.

Auf dem Jakobsweg von Waldprechtsweier nach Gaggenau: Länge, Anfahrt, Charakter

Start: Waldprechtsweier

Ziel: Gaggenau

Länge: 12,5 oder 16 Kilometer

Gehzeit: Dreieinhalb Stunden kurze Variante, viereinhalb Stunden lange Variante, unterwegs Kürzungsmöglichkeit.

Höhenmeter: Insgesamt 170 bis 250 Höhenmeter Anstieg

Charakter: Leichte Wanderung

Einkehren: Gaststätte „Blume“ in Oberweier, „Winkler Hofstüble“ in Winkel, Gastronomie in Gaggenau.

Anfahrt/ÖPNV: Von Karlsruhe aus mit der S1/S11 bis „Ettlingen Erbprinz“ und weiter mit dem Bus 104 oder 110 bis Endstation in Waldprechtsweier. Rückfahrt ab Gaggenau Bahnhof mit der S81 über „Ettlingen West“ zum Karlsruher Hauptbahnhof oder mit der S8 zum Albtalbahnhof in Karlsruhe. Fahrplanauskunft unter www.efa-bw.de.

Karte: Wanderkarte 1:35.000 des LGL Baden-Württemberg, Blatt „Albtal“.

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