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Rund 500 Besucher

Blues Brothers rocken die Klosterruine in Frauenalb

„Jailhouse Rock“ in der altehrwürdigen Klosterruine in Frauenalb? Ja, das funktioniert. So war der Auftritt der Blues Brothers.

Blues Brothers in Frauenalb
Dem Karlsruher Kammertheater gelingt in der Frauenalber Klosterruine ein eindrucksvoller Live-Auftritt. Im Publikum wird mitgewippt, geklatscht und getanzt. Foto: Stefan Lumpp

Während in den Gemäuern der Klosterruine am Freitagabend die letzten Vorbereitungen für ein rasantes und begeisterndes Musical laufen, werden draußen Getränke ausgeschenkt.

Ingrid aus Palmbach und Monika aus Hohenwettersbach gehen öfters ins Theater – klar, dass sie auch nach Frauenalb zum Blues Brothers Open Air des Karlsruher Kammertheaters gekommen sind. „Wir freuen uns über eine tolle Kulisse und hoffen auf eine mitreißende Vorstellung“, so die zwei Frauen.

Die noch verfügbaren Karten sind schnell vergriffen, Helfer stellen zusätzliche Stuhlreihen. Kammertheater-Intendant William Damme geht von knapp 500 Besuchern aus.

Das Konzert ist logistisch ein großer Aufwand

„Wir sind aufgeregt. Das ist in diesem Jahr einmalig und ganz besonders in diesem historischen Kloster aufzutreten“, erzählt Damme.

Sechs Musiker, zwei Tänzerinnen und vier Darsteller wollen mit ihren unverwechselbaren Sounds, einzigartigen Stimmen, tollen Tanzeinlagen und Humor dem Publikum einen unvergesslichen Abend bescheren.

Logistisch gesehen ist es für das 20-köpfige Team ein riesiger Aufwand. Technik, Requisiten, Bühnenbild – alles musste nach Frauenalb gebracht werden.

Es ist wichtig, dass man diesen Ort kulturell bespielt.
Bernd Gnann
Chef des Kammertheaters Karlsruhe

Und am Tag darauf finden im Karlsruher Theater wieder Veranstaltungen statt. Noch Minuten vor Beginn wird an dem Feinschliff der Licht- und Tontechnik gearbeitet.

„Es ist wichtig, dass man diesen Ort kulturell bespielt und schade, dass man dies nicht früher angegangen ist“, so begrüßt Kammertheater-Chef Bernd Gnann die Gäste.

Ein Anwohner habe ihm gesagt, dass ein Fluch über dem Ort liege, weil es bei Veranstaltungen immer regne. „Heute brechen wir den Fluch und wir wollen auch nächstes Jahr wieder kommen.“

Blues Brother spielen unvergessliche Songs

Mit Action und Ohrenschmaus geht es los – unvergessliche Songs, wie „Jailhouse Rock“, „Stand By Your man“, oder „Everybody Needs Somebody“, bringen die jahrhundertealten Mauern zum Kochen. „

Viele fragen sich, warum man in einer Klosterruine so eine Show abzieht – aber gerade das ist auflebend und unheimlich toll umgesetzt“, so Fritzi und Peter Heimann aus Karlsruhe in der Pause.

Andrea Jüngling-Reiser hebt die gigantische Akustik hervor. „Egal welcher Auftritt hier stattfindet – das ist immer ein Highlight. Das muss unbedingt weiterbelebt werden“, so die Freiolsheimerin.

Ärger über Zuschuss-Kürzungen für das Kammertheater

Bernd Gnann bringt am Ende seinen Ärger über geplante Einsparungen der Stadt Karlsruhe zum Ausdruck. Das Theater erhalte institutionelle Zuschüsse von 420.000 Euro.

Die geplanten Kürzungen, würden ein Minus von 18 Prozent, also 75.000 Euro ausmachen. Noch mehr rege er sich über die Begründung „wir seien zu erfolgreich“ auf. „Helfen Sie uns und schreien Sie laut“, so ermunterte Gnann die Gäste, eine Petition zu unterschreiben.

„Großartiger Sound, super Publikum. Volle Pulle Partylaune“, resümiert Jörg Bruckschner als Darsteller des Elwood Blues. Jobby Cyriac fährt mit seinen Kindern Nico und Sophia zufrieden nach Hause: „Das war Extraklasse. Super Atmosphäre an einem angenehmen Sommerabend.“

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