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Legende vom Mummelsee als Basis

„Der Sagen-Code“: Marxzellerin veröffentlicht Mitmach-Fantasyroman für Kinder

Beate Hackenberg aus Marxzell erfüllt sich mit ihrem Kinderroman einen Traum. Die Story basiert auf der Legende vom Mummelsee, Sagen liegen der Autorin am Herzen. Und so taucht die Protagonistin der Fantasygeschichte in die Sagenwelt ein und erlebt ein magisches Abenteuer.

Der Mummelsee als Inspiration: Beate Hackenberg hat sich für ihr Kinder-Fantasybuch mit regionalen Sagen befasst und diese als Geschichte mit neuen Figuren umgeschrieben. Foto: Marion Lutz

Für Beate Hackenberg sind Sagen mehr als nur märchenhafte Erzählungen aus einer anderen Zeit. „Sie sind Teil unserer Kultur und gehören zu unserem Leben wie die Brezel oder das Stück Schwarzwälder Kirschtorte“, sagt die 43-Jährige. Damit dieses Stück Kulturgut erhalten bleibt, hat sie die Sagen als Grundlage für ihr erstes Buch genutzt – sie aber in kindgerechter, fantasievoller Form abgewandelt.

„Der Sagen-Code“ heißt das 224 Seiten starke Erstlingswerk der Ortenauerin, die es vor zehn Jahren aus beruflichen Gründen nach Marxzell gezogen hat. Auf den ersten Blick hat es mit der Sage vom Mummelsee, auf der es aufbaut, nichts am Hut.

Doch recht schnell im Buch tauchen die sogenannten Mummeln auf: magische Seerosenblüten, die als kleine zottelige Wesen daherkommen, in den Untiefen des gleichnamigen Sees leben und Mummulus, dem König des Seenstaates, gehorchen.

Schülerin Anna muss sie und ihre magische Sagenwelt vor dem Bösewicht Gaspar Gnadlos, alias Fürchtefürst, beschützen. Denn Gnadlos will die ganze Sagenwelt zu Fall bringen.

Die jungen Leserinnen und Leser des Buchs können Anne dabei helfen, den Fürchtefürsten aufzuhalten, indem sie Rätsel und Aufgaben lösen. Diese sind in Form von QR-Codes im Buch zu finden. Scannt man den Code ein, so erscheint eine Frage oder eine Aufgabe auf dem Display. Eine entsprechende QR-Code-App empfiehlt sich.

Realität und Sagenwelt verschmelzen in „Der Sagen-Code“

Doch von vorne: Anne lebt mit ihrer großen Schwester Sophie, ihrer Mutter und ihren Großeltern im Ort Waldbachtal im Schwarzwald. Zu ihrem 13. Geburtstag bekommt sie eine Spiele-App geschenkt, die es ihr ermöglicht, die fantastische Schwarzwälder Sagenwelt zu betreten.

Schnell merkt das Mädchen jedoch, dass das Ganze mehr ist als ein Spiel. Realität und Sagenwelt verschmelzen, Anne wird zur Sagen-Magierin, die alleine gegen den bösen Fürchtefürst Gnadlos und seine Helfershelfer ankämpfen muss. Dabei begegnen ihr viele Gefahren, etwa in Form von Vampirspinnen, Giftstachlern und Schattenwandlern.

Ich habe mir damit einen Traum erfüllt.
Beate Hackenberg, Autorin

„Ich habe mir damit einen Traum erfüllt“, sagt Beate Hackenberg zu ihrem ersten Buch, das im Hamburger Print-on-demand-Verlag tredition erschienen ist.

Gut 50 Bücher hat die Grafikdesignerin und Webprogrammiererin schon verkauft, pro Buch spendet sie 50 Cent an die Deutsche Krebshilfe. Das ist ihr ein Herzensanliegen. Denn sie hat selbst eine Krebserkrankung überstanden und möchte anderen Menschen helfen, „denen es nicht so gut geht“.

Zweites Buch der Autorin aus Marxzell ist schon in der Mache

Und warum die Entscheidung für ein Kinderbuch? „Mir fällt es leichter, für Kinder zu schreiben als für Erwachsene“, sagt Hackenberg. Für das Genre Fantasy habe sie schon immer ein Faible gehabt. „Ich habe mir immer gerne Geschichten ausgedacht.“ Mit „Der Sagen-Code“ will Hackenberg Kindern die Sagenwelt näherbringen, „sodass sie zumindest schon mal den Begriff Mummeln gehört haben“, und ihre Fantasie anregen.

„Der Sagen-Code“ ist das erste Werk in einer sechsteiligen Serie. Der zweite Teil, den sie gerade in der Mache hat, baut auf der Sage von der weißen Frau auf, die ihren Schuh verliert, verrät Hackenberg.

Service

„Der Sagen-Code“, ISBN 978-3-347-39594-7, ist für 13,99 Euro im Buchhandel erhältlich (beispielsweise bei Thalia in Ettlingen) und kann im Internet bestellt werden.

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