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Unfall-Schwerpunkt

Kreuzung bei Schöllbronner Mühle in Marxzell soll durch Kreisverkehr entschärft werden

Im Kreuzungsbereich der K3553/K3554 in Marxzell kommt es immer wieder zu teils schweren Unfällen. Nun soll ein Kreisverkehr für mehr Sicherheit sorgen. Das bedeutet: Komplettsperrung bis Mitte August.

Immer wieder knallt es folgenschwer in dem Kreuzungsbereich K3553/K3554. Dort soll nun ein Kreisverkehr für mehr Sicherheit sorgen. Foto: Klaus Müller

Es gibt Baustellen, die sind für viele Verkehrsteilnehmer schlichtweg nervig und, mit Blick auf Umleitungen, lassen sie sich nur recht zeitaufwendig umfahren. Auf der anderen Seite führt eben so manche, anfangs als nervig empfundene Baustelle nach Beendigung der Arbeiten zu einer merklichen Verbesserung der Verkehrssituation.

Deswegen zuerst die gute Nachricht: Die Kreuzung K3553/K3554, bei der Schöllbronner Mühle, wird zum Kreisverkehr umgebaut.

Die nicht so gute Nachricht: Der Abschnitt wird für die Zeit der Bauarbeiten von Mitte Mai bis Mitte August komplett gesperrt. Damit wäre die Verbindung von Schöllbronn respektive von Burbach Richtung Fischweier und Richtung Moosbronn gekappt.

Immerhin: Nach Fertigstellung soll der Verkehr beruhigter und sicherer über den vormaligen Kreuzungsbereich fließen.

Umbau der Kreuzung kostet 669.00 Euro

Die Straßenarbeiten vergab nun der Kreistagsausschuss für Umwelt und Technik. Zuvor gab es im November 2020 einen Beschluss des Marxzeller Gemeinderates, der die Vereinbarung zwischen dem Landkreis und der Gemeinde „zum Umbau des Knotenpunktes“ auf den Weg brachte.

Mit 26 Prozent muss sich Marxzell an den Kosten beteiligen. Der Rest entfällt auf den Landkreis. Das Komplettpaket Kreisel und Sanierung der Fahrbahndecke Richtung Moosbronn auf einer Länge von 1,5 Kilometern schlägt laut Ausschreibungsergebnis mit 669.000 Euro zu Buche. Mit Fördermitteln können die Gemeinde und der Landkreis rechnen.

18 Unfälle gab es an der Kreuzung seit 2016

Dass der Umbau zum Kreisel notwendig ist, zeigt ein Blick auf die Unfallstatistiken. Zwischen 2016 und aktuell 2021 registrierte die Polizei in diesem Bereich 18 Unfälle; Unfälle, die alles andere als glimpflich abliefen. 16 Personen wurden verletzt, darunter sechs Schwerverletzte und neun Leichtverletzte. Eine Person starb infolge eines Unfalls.

Als Gründe für das Unfallgeschehen machte die Polizei unter anderem Vorfahrtsverletzungen, das Nichtbeachten entgegenkommender Fahrzeuge und teilweise überhöhte Geschwindigkeit, erlaubt und ausgeschildert ist Tempo 70, aus.

Dass Marxzell neben dem Landratsamt (zuständig für die Kreisstraßen) als Straßenbaulastträger in Erscheinung tritt, hat etwas mit der Lage des Kreuzungsbereichs zu tun. Der liegt nämlich komplett auf Marxzeller Gemarkung. Einige Meter weiter, Richtung Schöllbronn, beginnt in der Burbacher Straße Ettlingen.

Vielleicht mag es für die finanziell nicht auf Rosen gebettete Gemeinde tröstlich sein: Ursprünglich ging der Landkreis von spürbar höheren Kosten – von 500.000 Euro – für den Kreisel aus. Die Kosten für den Kreisverkehr, hieß es aus der Landkreisverwaltung, seien deutlich geringer geworden, da laut Baugrundgutachten doch kein Vollausbau notwendig wäre. Das wirkt sich auch auf den Umfang der Arbeiten aus. Bei einem Vollausbau hätte man von einer länger Komplettsperrung ausgehen müssen.

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