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40 aktuelle Infektionen

Wegen steigender Corona-Infektionen: Marxzell sagt Gemeinderatssitzung ab

Die ersten Infektionen traten vor einer Woche im Wohn- und Pflegeheim Albtal-Klinik auf, inzwischen sind in Marxzell laut Landratsamt 40 Personen mit Corona infiziert. Die Gemeinde zieht erste Konsequenzen.

Die Gemeinderatssitzung in Marxzell wurde vorerst abgesagt. Foto: Birgit Graeff-Rau

Nachdem die Corona-Infektionszahlen in Marxzell am Wochenende auf 40 geklettert sind, hat die Verwaltung die für Montagabend geplante Gemeinderatssitzung kurzfristig abgesagt. Einige der Gemeinderäte zählten wegen ihres Alters oder Vorerkrankungen zur Risikogruppe und hätten angesichts der aktuellen Corona-Lage vielleicht nicht an der Sitzung teilgenommen, erklärte Bürgermeisterin Sabrina Eisele die Absage auf Nachfrage. Von der wichtigen Abstimmung zur Neufassung der kommunalen Hauptsatzung – einem der Tagesordnungspunkte bei der Sitzung – habe man diese Personen aber nicht ausschließen wollen. Ein neues Datum gab sie noch nicht bekannt.

34 Bewohner und zwölf Mitarbeiter in Pflegeheim infiziert

Am Wochenende war bekannt geworden, dass an der Carl-Benz-Schule in Marxzell ein Erstklässler mit Corona infiziert ist. Eine Klasse und Lehrerinnen wurden daraufhin in Quarantäne geschickt. Außerdem hätten sich innerhalb von Familien in Pfaffenrot mehrere Personen angesteckt, so Eisele am Montag. Eine Frau habe Verbindungen zur Albtal-Klinik in Marxzell, wo bisher 34 Bewohner positiv auf Covid-19 getestet wurden, außerdem zwölf Mitarbeiter.

Nur Personen mit Wohnsitz in Marxzell in Statistik erfasst

Addiert man diese Zahlen, ergibt sich eine höhere Zahl als die auf der Corona-Karte des Landkreises gelistete Zahl von 40 Infizierten. Laut Pressesprecher Martin Zawichowski liegt das daran, dass ein Teil der infizierten Pflegeheim-Mitarbeiter gar nicht in Marxzell wohnt und sich daher in der jeweiligen Heimatgemeinde in Quarantäne begeben muss.

Für den Landkreis ist das Infektionsgeschehen zunehmend diffus, weil es schwierig ist, konkrete Quellen dafür ausfindig zu machen. Deshalb appelliert das Gesundheitsamt, Abstand zu halten, Hygieneregeln zu beachten und Alltagsmasken zu tragen, kurz: die drei AHA-Regeln zu befolgen.

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