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Zwei Mitarbeiter, 23 Bewohner

Zahl der Corona-Infizierten in Marxzeller Albtal-Klinik steigt auf 25

Die Zahl der Corona-Infizierten in der Marxzeller Albtal-Klinik ist von 19 am vergangenen Donnerstag auf inzwischen 25 gestiegen. Das teilte das Landratsamt Karlsruhe auf Nachfrage mit. Betroffen seien 23 Bewohner des Alten- und Pflegeheims sowie zwei Mitarbeiter.

Im Fokus: Zum zweiten Mal in fünf Monaten ist in der Marxzeller Albtal-Klinik Corona ausgebrochen. Bei 23 Bewohnern und zwei Mitarbeitern wurde eine Infektion mit dem Virus nachgewiesen. Foto: Johannes-Christoph Weis

Die infizierten Bewohner und Mitarbeiter befänden sich in Quarantäne, erklärt Heimleiter Klaus Sowek auf Nachfrage. Die Infektionen hätten sich innerhalb eines von vier Wohnbereichen weiter ausgebreitet. Zwei Corona-Infizierte seien in einem anderen Wohnbereich untergebracht, dort jedoch isoliert.

Nach Angaben des Heimleiters hatte wohl ein Mitarbeiter das Virus in das Heim gebracht, der sich zuvor im Familienkreis angesteckt hatte (wir berichteten). Am 11. Februar klagte er demnach über Unwohlsein und wurde daraufhin einem Corona-Schnelltest und einem PCR-Test unterzogen.

Beide fielen positiv aus. PCR-Tests bei den insgesamt rund 80 Bewohnern der Einrichtung ergaben weitere Infektionen bei 17 Senioren. Zu diesen 17 sind nun sechs weitere hinzugekommen.

Erste Impfrunde vor mehr als zwei Wochen

Die Infizierten wiesen allesamt milde Krankheitsverläufe auf, berichtet Sowek. Nur einige wenige hätten über leichtes Fieber oder Geschmacksverlust geklagt. Die milden Verläufe seien vielleicht auch darauf zurückzuführen, dass viele Bewohner des Pflegeheims vor über zwei Wochen die erste Dosis der Corona-Schutzimpfung erhalten hätten. Diesen Mittwoch (24. Februar) bekämen die Nicht-Infizierten die zweite Impfdosis.

Lediglich eine Handvoll Senioren habe die Impfung verweigert. Kein Vakzin erhielten außerdem die Bewohner, die sich beim ersten Corona-Ausbruch im Oktober mit dem Virus angesteckt hatten. 39 Senioren und 15 Mitarbeiter waren damals betroffen, neun Bewohner starben.

Von den rund 70 Mitarbeitern der Einrichtung haben sich laut Sowek 95 Prozent impfen lassen – allerdings nicht derjenige, der das Virus höchstwahrscheinlich mit ins Heim gebracht hat. „Wir üben keinen Zwang aus“, sagt er.

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