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Ich hätt’ do mal e Frog

Mutschelbacher ärgert die Linienführung der Verbindung zwischen Unter- und Obermutschelbach

Lange rangen die Mutschelbacher vor dem Bau der neuen Autobahn A8 um eine gute Verbindung zwischen ihren Ortsteilen Ober- und Untermutschelbach. Ein Bürger will, dass die gefundene Streckenführung mit der sogenannten Omega-Brücke nachgebessert wird.

Spitzkehre hoch zur Omega-Brücke in Mutschelbach: Erwin Balzer zeigt auf den Linienbus, der zur Fahrt um die Kurve die Gegenfahrahn benötigt. Foto: Gustl Weber

Erwin Balzer ist ein Mutschelbacher Ur-Gestein, vor Jahren saß der gelernte Maurermeister auch einmal im Ortschaftsrat. Ihn ärgert seit langem die Verkehrsführung der Verbindung zwischen Ober- und Untermutschelbach. Verbunden damit ist ein Brückenbauwerk über die A8.

Durch die Autobahn sind die beiden Mutschelbacher Wohngebiete schon seit den 1930er-Jahren getrennt. Jetzt schrieb Balzer an die BNN, ob es nicht möglich wäre, sich bei einem Ortstermin mit der gefährlichen Spitzkehre, der Auffahrt von Untermutschelbach zu dem genannten Brückenbauwerk, zu befassen.

Ist die Kritik berechtigt?

Balzer schimpft über die missliche Streckenführung und macht dafür, zu Recht oder Unrecht, die damalige Mehrheit im Ortschaftsrat verantwortlich. Tenor: „Die sind eingeknickt.“ Zum Gespräch dazu gekommen ist der Mutschelbacher Jürgen Geßner (CDU), früher einmal Fraktionsvorsitzender seiner Partei im Karlsbader Gemeinderat.

Er ist da etwas vorsichtiger mit Kritik und hält sich zurück. Bei der Planung zu Beginn der 2000er-Jahre hatten wohl, so auch der BNN-Beobachter vor Ort, andere Kräfte wie Bund und Land das letzte Wort gehabt. Gemeinderat und Ortschaftsrat seien zwar gehört, aber nicht erhört worden.

Bessere Alternative möglich

Balzer beharrt dennoch darauf, dass es bessere Alternativen für die Verbindungsstrecke gegeben hätte. „Ich verstehe bis heute nicht, warum die neue Straße über die A8 zwischen Ober- und Unterdorf nicht vom jetzigen Wohlfühlplatz in Richtung Bürgerstraße geplant wurde.“

Da hätte man, so Balzer weiter, auf diese missliche Straßenführung in Form eines Omegas verzichten können. Er meint, es sei zu wenig bei Bund und Land nachgehakt worden, um eine Tieferlegung der Autobahn zu erreichen. Unterlagen im Regierungspräsidium von damals belegen, dass Gemeinderat und Ortschaftsrat durchaus Druck aufbauten, aber chancenlos wegen der unnachgiebigen Haltung des Bundes gewesen sind. Dennoch beharrt Balzer auf seiner Auffassung, dass mit entsprechendem Druck mehr hätte erreicht werden können.

Bus benötigt zum Durchfahren der Spitzkehre die Gegenfahrbahn

Doch zumindest jetzt hofft er auf eine verbesserte Linienführung der Straße von Untermutschelbach hoch zum Brückenbauwerk. Die komme ihm manchmal vor wie eine „Rodelbahn“. Er würde gerne haben, dass bei der jetzt in der Diskussion befindlichen Erschließung eines Kleingewerbegebiets in Untermutschelbach auch die „Spitzkehre“ einbezogen und entschärft wird. Balzer: „Bund und Land als Verursacher der Omega-Kurve sollen sich daran finanziell beteiligen.“

Die aktuelle scharfe Kurve sei wegen fehlender Verkehrssicherheit ein „Unding“. Er deutet dabei auf einen gerade vorbeifahrenden Linienbus, der nur mit dem Fahren auf die Gegenfahrbahn ohne Probleme die Spitzkehre bewältigt.

Vorschlag: Die Straße in der Kurve verbreitern

Er plädiert dafür, an dieser Stelle die Straße zu verbreitern. Im heutigen Zustand kämen dort keine zwei Lastwagen aneinander vorbei. Wenn ein Bus durch die Kurve fahre, gebe es für entgegenkommendes Auto kein Vorbeikommen. Bei der Neugestaltung der Spitzkehre sollten die Mutschelbacher einbezogen werden, damit es eine für alle akzeptable Lösung gibt.

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