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Erste Leichtathletik-Veranstaltung in der Region

Nach langer Corona-Pause wieder Kräftemessen im Ettlinger Albgaustadion

Endlich wieder Wettkämpfe: Im Ettlinger Albgaustadion war den Aktiven deutlich die Freude vor und während der Runden auf der Aschenbahn anzumerken. Foto: Stefan Meister

Von Stefan Meister

„Haben Sie den Fragebogen für SARS-CoV-2 Risiko ausgefüllt?“, fragt eine Helferin am Eingang. Ohne diesen ist kein Einlass möglich und jeder Zutritt wird handschriftlich dokumentiert. Bei der ersten Leichtathletik-Veranstaltung in der Region seit Corona ist im Ettlinger Albgaustadion einiges anders.

Desinfektionsmittel statt Kuchenverkauf

Dem Kuchen- und Getränkeverkauf mussten Desinfektionsmittel und Absperrbänder weichen. Statt Zuschauer applaudieren Trainer und auf Siegerehrungen wird verzichtet. Dennoch war die große Freude in den Gesichtern nicht zu übersehen. „Die Sportler haben hervorragende Leistungen gezeigt“, freut sich Ulrich Lotz, Abteilungsleiter Leichtathletik des SSV Ettlingen.

Insgesamt 127 Athleten aus 25 hat der Veranstalter LG Region Karlsruhe am Samstag und Sonntag ins Albgaustadion gelockt. Zwar hätten es aus der Sicht von Lotz in zwei Tagen durchaus mehr sein können, doch wegen Corona gab es eine tägliche Begrenzung von 100 Teilnehmern und Nachmeldungen waren nicht möglich.

Die 80 Helfer an beiden Tagen hatten etliches zu tun, da bereits von der U12 bis zum Damen- und Herrenbereich ein breites Programm angeboten wurde. „Ohne Wettkämpfe war es für die Athleten in den vergangenen Wochen, wie ein langer Marsch durch die Wüste“, so Günther Scheefer, Lauftrainer der LG Region. Erst seit wenigen Wochen können die Sportler wieder gemeinsam im Stadion trainieren.

Es hat sich einfach gut angefühlt, wieder im Wettkampf zu laufen.
Melina Wolf, Leichtathletin

„Es war schwierig, sich alleine zu motivieren“, erklärte Filmon Teklebrhan (LAC Freiburg). Laut dem aus Eritrea stammenden Teklebrhan war insbesondere das Training ohne Laufbahn ungewohnt. „Ich habe mein Training auf Feldwege umstellen müssen“, pflichtete ihm Paul Jelden (LAV Stadtwerke Tübingen) bei.

Pessimistischer Blick in die Zukunft

„Wir haben uns über die sozialen Medien ausgetauscht und gegenseitig motiviert“, fügte er an. Doch Jelden machte keinen Hehl daraus,dass ein Wiedersehen im Stadion deutlich besser sei. „Es hat sich einfach gut angefühlt wieder im Wettkampf zu laufen“, strahlte Melina Wolf (LG Region) nach ihrem Sieg über 5.000 Meter über beide Backen. Ähnlich begeistert zeigte sich Johanna Flacke (LG Region) die über die gleiche Distanz eine neue persönliche Bestleistung aufstellte.

Allerdings hielt sich der Optimismus über die Rückkehr zur sportlichen Normalität bei den Athleten für die Zukunft in Grenzen. „Es gilt abzuwarten, was die kommenden Monate bringen“, so Melina Wolf. Laut Teklebrhan werden kaum Wettkämpfe angeboten. Über weitere Wettkämpfe im Albgaustadion würde sich Ulrich Lotz freuen. Mit dem Um- und Ausbau des Stadions sind Meisterschaften möglich. Im September möchte das städtische Kultur-und Sportamt den Umbau zu einer attraktiven Sportstätte feiern.

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