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Gemeinschaftlicher Totschlag

Nach tödlichem Messerangriff in Karlsbad: 18-Jähriger in Untersuchungshaft

Nach der tödlichen Auseinandersetzung am Montagabend in Karlsbad-Langensteinbach sitzt ein 18-jähriger Tatverdächtiger in Untersuchungshaft. Ein weiterer Beschuldigter kam nach der Vorführung beim Haftrichter wieder auf freien Fuß. Von der Tatwaffe fehlt noch immer jede Spur.

Ein Polizeihund sucht am Tatort nach Spuren. Foto: Aaron Klewer/ Einsatzreport24

Nach der tödlichen Auseinandersetzung in Karlsbad-Langensteinbach sitzt ein 18-jähriger Tatverdächtiger in Untersuchungshaft. Ein weiterer Beschuldigter kam nach der Vorführung beim Haftrichter wieder auf freien Fuß. Von der Tatwaffe fehlt noch immer jede Spur.

Bei dem Streit zweier Gruppen waren am Montagabend ein 31-Jähriger getötet und ein 22-Jähriger verletzt worden. Der Vorwurf lautet auf gemeinschaftlichen Totschlag.

Die Staatsanwaltschaft hatte für beide Verdächtigen Untersuchungshaft beantragt. Der Haftrichter habe bei dem zweiten Beschuldigten aber keinen dringenden Tatverdacht gesehen, so ein Sprecher der Staatsanwaltschaft Karlsruhe, die im Hinblick auf eine mögliche Fluchtgefahr nicht zufrieden mit dem Ergebnis ist. Die Ankläger gehen auch davon aus, dass mehr als ein Messer bei der Auseinandersetzung im Spiel war - was ebenso für mehr als einen Täter spreche.

Gegen 20 Uhr am Montagabend waren die zwei Dreiergruppen an der Bahnunterführung in der Ettlinger Straße aufeinander losgegangen. Einige der Männer sollen sich schon zuvor gekannt haben, die Begegnung war also nicht zufällig, so Ralf Minet von der Karlsruher Polizeipressestelle.

Ein Mann wurde bei der Auseinandersetzung so schwer am Hals verletzt, dass er starb. Er wohnte laut Staatsanwaltschaft als Einziger nicht in der Region, sondern im Raum Heidelberg. Die Männer wohnten in verschiedenen Orten, so Minet von der Polizei, auch in Langensteinbach.

Die sechs Männer stammen ursprünglich alle aus Afghanistan, sind laut Minet aber bereits seit einigen Jahren in Deutschland. Der 18-Jährige, der nun in Untersuchungshaft sitzt, besitzt nach Angaben der Staatsanwaltschaft auch die deutsche Staatsangehörigkeit.

Vier der sechs Männer seien in der Vergangenheit bereits polizeilich auffällig gewesen, so Minet weiter. Eine solch schwere Straftat wie die am Montagabend sei aber nicht dabeigewesen.

Mit Material von dpa/ lsw
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