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Umleitungen eingerichtet

Notstromversorgung ausgefallen: Ettlinger Wattkopftunnel bis Montag gesperrt

Wenige Wochen nach der letzten außerplanmäßigen Sperrung muss der Ettlinger Wattkopftunnel wegen eines Schadens wieder einige Tage zu bleiben. Kurz vor dem nächsten Wartungstermin ist die Notstromversorgung ausgefallen.

Gesperrt bis voraussichtlich 8. Februar: Im Ettlinger Wattkopftunnel funktioniert die Notstromversorgung nicht mehr. Foto: Archiv BNN

Wegen eines Schadens an der Notstromversorgung bleibt der Wattkopftunnel in Ettlingen voraussichtlich bis einschließlich Montag, 8. Februar, gesperrt. Wie das Landratsamt Karlsruhe in einer Pressemitteilung erklärt, wurde die Röhre bereits am Donnerstagabend gesperrt. Ein sicherer Betrieb sei wegen des Schadens nicht gewährleistet. Umleitungen seien ausgeschildert.

Die Schadensursache sei schwer festzustellen, sagt Patrick Bohner, Leiter des Amtes für Straßen im Landratsamt. „Das muss man sich vorstellen wie einen Kurzschluss im Privathaushalt.“

Das Batteriesystem der Notstromversorgung sichere bei einem Ausfall des Stromnetzes die komplette technische Steuerung des Tunnels. Dazu zählten etwa die Lüftung, Messgeräte für die Sichtverhältnisse und die Beleuchtung. Für die beschädigten Teile habe man Ersatz bestellt, sagt Bohner. Er rechnet damit, dass die Reparaturarbeiten im Laufe des Montags abgeschlossen werden können.

Keine Auffälligkeiten bei letzter Quartalswartung

Es sei der erste Schaden an der Notstromversorgung, an den er sich erinnern kann, erzählt Bohner, der schon viele Jahre im Amt für Straßen arbeitet. Für April hätte die nächste Wartung des Systems angestanden.

Bei den letzten turnusgemäßen Wartungsarbeiten des Tunnels vor rund zwei Wochen habe man keine Probleme bemerkt. Allerdings lag damals auch nicht der Fokus auf der Notstromversorgung. „Es werden immer andere Schwerpunkte gesetzt“, so Bohner.

Erst vor wenigen Wochen war es zu einer mehrtägigen Sperrung des Tunnels gekommen, weil der zentrale Rechnungsserver abgestürzt war.

Er wurde instandgesetzt und soll demnächst gegen einen neuen ausgetauscht werden. Auf den Umleitungsstrecken kam es wegen des coronabedingt geringeren Verkehrsaufkommens damals nicht zu Chaos.

Letzte technische Aufrüstung war im Jahr 2007

20.000 Fahrzeuge passieren den rund zwei Kilometer langen Tunnel in Spitzenzeiten täglich. 1994 wurde er eröffnet. 2006 und 2007 fand laut Patrick Bohner die letzte technische Aufrüstung statt. Unter anderem wurde dabei das Lüftungssystem verbessert.

Zuvor war der Wattkopftunnel in einem ADAC-Sicherheitscheck mangelhaft bewertet worden. 2012 wurde die Röhre um einen 1.500 Meter langen Fluchtstollen ergänzt.

Wann die nächste Generalüberholung des Tunnels ansteht, könne man nicht sagen, so Bohner. Er erfülle derzeit alle Sicherheitsstandards.

Für den Betrieb und die Unterhaltung des Tunnels zahle das Landratsamt Karlsruhe jedes Jahr 700.000 Euro. Diese Summe werde vom Land aber wieder erstattet.

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