Skip to main content

Drei Fragen

Sirenen-Probealarm in Ettlingen: „Ein Weckruf“ für die Bürger

Der erste Probealarm im September war in Ettlingen kaum zu hören. Die Stadt hat nachgebessert. Am 3. Juli schrillen in Ettlingen erneut die Sirenen.

Warnt im Ernstfall: Eine der Sirenen, die es in Ettlingen und den Stadtteilen gibt. Foto: Stadtverwaltung Ettlingen

Am 3. Juli schrillen in Ettlingen zum vierten Mal die Sirenen zur Probe. Was bei den vorigen Probealarmen schief lief und wo die Stadt nachbessern musste, erklärt Sonja Reich vom Ordnungs- und Sozialamt.

Beim Probealarm bessert die Stadt Ettlingen an einigen Stellen noch nach: Sonja Reich vom Ordnungs- und Sozialamt erklärt, was sich seit dem ersten Sirenenwarntag im September verändert hat und was bei einem Probealarm zu tun ist. Foto: Michaela Armbruster

Beim ersten bundesweiten Sirenenwarntag im September 2020 haben viele kaum etwas gehört. Was wurde seither getan?
Reich

Wir haben bei den vergangenen drei Probealarmen viele Rückmeldungen von Bürgern bekommen, die zu Nachbesserungen geführt haben. Von den insgesamt 21 Sirenen im Stadtgebiet waren einige zu leise, deshalb wurden mancherorts weitere Hörner angebaut und/oder die Sirenen anders ausgerichtet. In Bruchhausen und Schöllbronn haben wir zwei weitere Sirenenanlagen aufgebaut. Im südlichen Spessart bräuchten wir eigentlich noch eine zweite Sirene, damit alle Bürger den Alarm wahrnehmen. Wir haben aber noch kein Gebäude gefunden, auf dem wir sie anbringen können. Auf unseren Aufruf hat sich leider kein Hauseigentümer gemeldet. Nicht jeder möchte so eine Sirene auf dem Dach haben, obwohl die Stadt dafür sogar eine Entschädigung bezahlt.

Wann werden die Sirenen ausgelöst und was ist der Sinn der Probealarme?
Reich

Mit den Probealarmen sollen die Bürger vor allem sensibilisiert werden für Situationen, in denen die Sirenen zum Einsatz kommen könnten. Das wäre beispielsweise bei einem Großbrand der Fall, der größere Teile des Stadtgebiets beeinträchtigt, oder auch bei heftigen Unwettern, die Menschen in Gefahr bringen, etwa weil Bäume umsturzgefährdet oder Straßen überspült sind. Ob ein Alarm ausgelöst wird, hängt auch davon ab, wann ein Vorfall wie ein Brand oder ein Unwetter sich ereignet. Findet das Unwetter beispielsweise nachts statt, kann man davon ausgehen, dass die Menschen sowieso zuhause in Sicherheit sind. Ein Alarm ist dann nicht zwingend notwendig, er würde die Bürger vermutlich eher noch mehr beunruhigen. Umgekehrt bekommen die Menschen nachts weniger von einem Großbrand mit. Der Alarmton der Sirenen ist vor allem als Weckruf gedacht. Er bedeutet „Achtung, es droht eine Gefahr oder es ist eine Störung eingetreten! Suche Schutz und informiere dich!“

Wie sollte man reagieren, wenn man die Sirene hört?

Im Ernstfall, also wenn wir keinen angekündigten Probealarm aktiviert haben, dann gilt: Ruhe bewahren, ein Gebäude beziehungsweise einen geschützten Raum aufsuchen, Türen und Fenster schließen, Radio (Lokalsender) einschalten und auf weitere Warnhinweise der Behörden achten. Für Informationen zu Vorfällen empfehle ich die Warn-App Nina des Bundesamtes für Bevölkerungsschutz und Katastrophenhilfe.

nach oben Zurück zum Seitenanfang