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Kutschenweg im Spätjahr fertig

Radweg zum Epplesee wird bald saniert: Sandhaufen ärgern Radfahrer

„Aktuell – gerade zu Beginn der Badesaison am Epplesee – ist der Kutschenweg in Rheinstetten als Hauptfahrradverbindung aus Karlsruhe durch große Sandhaufen blockiert. Es ist unklar, was dort gemacht wird und warum es gerade jetzt erfolgt“, beschwert sich ein begeisterter Radfahrer aus Karlsruhe.

Beliebte Verbindung: Der Kutschenweg in Rheinstetten ist in einem schlechten Zustand. Jetzt ärgern sich Radfahrer noch über die Sommerbaustelle bei der Landesanstalt für Pflanzenschutz. Foto: Weis

„Aktuell – gerade zu Beginn der Badesaison am Epplesee – ist der Kutschenweg in Rheinstetten als Hauptfahrradverbindung aus Karlsruhe durch große Sandhaufen blockiert. Es ist unklar, was dort gemacht wird und warum es gerade jetzt erfolgt“, beschwert sich ein begeisterter Radfahrer aus Karlsruhe. Die Stadt Rheinstetten habe bei den Informationsveranstaltungen zu Bau und Erweiterung des Edeka-Fleischwerks die Sanierung des holprigen Kutschenwegs versprochen.

Bis auf „ein paar mickrige Bäume“ und „unnütze, da viel zu heiße Edelstahlbänke“, sei aber bisher nichts passiert.

Stadt Rheinstetten nicht für Kutschenweg zuständig

Bürgermeister Michael Heuser, verantwortlicher Dezernent für die Entwicklung des Fahrradwegenetzes in der Großen Kreisstadt Rheinstetten, sagt dazu, die Stadtverwaltung sei selbst daran interessiert, eben diese Fahrradstrecke schnellstmöglich auszubauen. Zumal es sich bei einem Teilstück um eine wichtige Pendlerroute handele. Sie führt vom Landkreis Rastatt zum Karlsruher Hauptbahnhof. Allerdings, so Heuser, sei die Stadt Rheinstetten für die Sanierung des Kutschenwegs bei der Landesversuchsanstalt für Pflanzenschutz, nahe dem Silberstreifen in Forchheim gelegen, nicht zuständig.

Nur ein kleines Stück des beliebten Fahrradweges Richtung Heidenstückersiedlung, nämlich beim Segelfluggelände, sei im Besitz der Stadt Rheinstetten. Mit dem Landesbetrieb Vermögen und Bau Baden-Württemberg habe die Stadt die Vereinbarung getroffen, dass die Sanierung des Weges gesamtheitlich in der Hand des Landes liege. Der Rheinstettener Teil sei in die Ausschreibung der Baumaßnahme eingebunden.

Der Stadt sei versprochen worden, dass der holprige Weg radfahrgerecht asphaltiert werde. Die Fertigstellung der Gesamtsanierung sei bis Spätjahr 2020 geplant, so die Informationen der Vermögen und Bau. Zur Kritik am Zeitpunkt der Bauarbeiten im Sommer will Heuser sich nicht äußern. Er sei froh, wenn der Weg bald saniert ist, sagt er nur.

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Unabhängig davon dürfte die kommende Zeit für die Stadt Rheinstetten bezüglich ihres eigenen Radwegenetzes spannend werden. Aktuell gehen die Planer davon aus, dass der von Durmersheim her geplante baden-württembergische Radschnellweg entlang der B36 verläuft. Andere, wie Vertreter des ADFC im Landkreis Rastatt, hätten diesen Radschnellweg lieber zwischen dem nördlichen Portal des Rastatter Tunnels und Durmersheim entlang der Bahn-Neubaustrecke. „Von dort wäre nur noch ein Lückenschluss von 3,5 Kilometern zur Messe Karlsruhe nötig“, meint Klaus Mutterer vom Kreisvorstand des ADFC in Rastatt.

Der ADFC-Kreisverband sieht darin die Chance, für den Epplesee aus Richtung Süden und auch Norden eine vernünftige Anbindung zu erhalten. Sollte der Radschnellweg wie von der Machbarkeitsstudie des Regionalverbands vorgeschlagen durch die Orte Durmersheim, Bietigheim und Ötigheim führen, hätte er aufgrund der vielen Kreuzungen den Namen „Schnellweg“ nicht verdient, moniert der ADFC.

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