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Pilotprojekt des KVV

Regiomove am Stadtbahnhof Ettlingen wird teurer

Am Stadtbahnhof Ettlingen sollen eine Regiomove-App und Mobilitätsstationen den Umstieg vom Auto auf ÖPNV und Rad erleichtern. Die Stadt beteiligt sich am Pilotprojekt des KVV. Das wird für sie teurer als geplant.

Wo viele Menschen die Verkehrsmittel wechseln, wie hier am Stadtbahnhof Ettlingen, sollen Regiomove-App und Mobilitätsstationen den Umstieg erleichtern. Foto: Heidi Schulte-Walter

Am Ettlinger Stadtbahnhof soll es künftig digitaler zugehen und das kostet mehr Geld als zunächst gedacht. Wie berichtet, läuft dort das Pilotprojekt Regiomove des Karlsruher Verkehrsverbundes (KVV), an dem sich außer Ettlingen auch Städte wie Rastatt, Baden-Baden oder Bühl beteiligen. Partner ist zudem der Regionalverband Mittlerer Oberrhein.

Im Sommer 2020 hatte der Gemeinderat beschlossen, für die Ausstattung des Mobilitätsknotenpunktes „Ettlingen Stadt“ knapp 140.000 Euro locker zu machen und stellte diese Summe auch in den Haushalt 2021 ein. Grundlage war eine damalige Kostenschätzung des KVV mit einer Schwankungsbreite von plus/minus 30 Prozent.

Jetzt zeichnet sich ab, dass das genehmigte Geld nicht reichen wird, und der Ettlinger Gemeinderat muss daher eine überplanmäßige Ausgabe in Höhe von 55.000 Euro genehmigen.

Projekt am Stadtbahnhof Ettlingen wird aufgrund von Tiefbauarbeiten teurer

Die Kostensteigerung resultiert laut Stadtplaner Wassili Meyer-Buck vor allem aus dem Tiefbau. Zwar habe die Verwaltung verschiedene Möglichkeiten geprüft, die Mehrkosten durch Einsparungen an anderer Stelle aufzufangen, doch seien diese begrenzt gewesen.

Denn die Mobilitätsstation, auch Port genannt, soll schon in der Zeit zwischen Mitte Januar und Mitte März 2022 gebaut werden. Das Projekt ist also ziemlich weit fortgeschritten.

Insgesamt kostet die Aufrüstung am Stadtbahnhof laut KVV rund 413.000 Euro. Es gibt dafür eine Landesförderung sowie Geld aus dem Europäischen Fonds für regionale Entwicklung, sodass an Ettlingen unterm Strich knapp 189.000 Euro hängen bleiben.

In dem Betrag inbegriffen sind auch die geplanten Fahrradboxen am Standort, für die sich ein höherer Landeszuschuss abzeichnet, als ihn Ettlingen erwartet hat.

Regiomove soll Umstieg vom Auto auf Schiene und Rad erleichtern

Mit dem Regiomove-Vorhaben soll der Umstieg vom eigenen Auto auf Angebote wie Bahn, Rad und MyShuttle erleichtert werden – etwa für den Weg zur Arbeit und zurück.

Bausteine dabei sind eine Regiomove-App und Mobilitätsstationen an den Haltepunkten, an denen viele Menschen die Verkehrsmittel wechseln, also etwa im Stadtbahnhof.

Dort wird ein Infoterminal eingerichtet, außerdem sind eine Ladestation fürs Stadtmobil, weitere Fahrradabstellmöglichkeiten, eine Hinweisstele für den Taxistand und Lademöglichkeiten fürs Smartphone vorgesehen.

Das Design der Mobilitätsstationen gleicht sich, egal, wo sie stehen. Konkret: ein Stahlgerüst mit kubischem Dachaufbau aus farbigem Verbundglas, das nachts hinterleuchtet ist. Der KVV will einen „Wiedererkennungseffekt“ für die jeweiligen Verkehrsmittel erreichen, denn jedem werden eine bestimmte Farbe und ein entsprechendes Piktogramm zugeordnet.

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