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Gründe für Rücktritt

Rheinstettener SPD-Vorsitzender Karanikolas tritt nach "rassistischem Anschlag" zurück

Mit sofortiger Wirkung hat der bisherige Vorsitzende der SPD Rheinstetten Nikolas Karanikolas sein Amt aus persönlichen Gründen niedergelegt. Die Leitung des sozialdemokratischen Ortsvereins wird bis zur nächsten, regulär stattfindenden Wahl der Gesamtverwaltung kommissarisch vom zweiten Vorsitzenden Christoph Lembach übernommen. Dies teilte der SPD-Ortsverein Rheinstetten mit.

Tätlich angegriffen wurde der Rheinstettener SPD-Vorsitzende Nikolas Karanikolas und seine Mutter in ihrem Haus in Mörsch. Foto: Weisenburger

Mit sofortiger Wirkung hat der bisherige Vorsitzende der SPD Rheinstetten Nikolas Karanikolas sein Amt aus persönlichen Gründen niedergelegt. Die Leitung des sozialdemokratischen Ortsvereins wird bis zur nächsten, regulär stattfindenden Wahl der Gesamtverwaltung kommissarisch vom zweiten Vorsitzenden Christoph Lembach übernommen.  Dies teilte der SPD-Ortsverein Rheinstetten mit.

Der 21-jährige Karanikolas hatte eine Auseinandersetzung zwischen drei Frauen am Rosenmontag, 24. Februar, in seinem Hauseingang als rassistisch, fremdenfeindlich motivierten Überfall bezeichnet. Er löste damit landesweit einen riesigen Pressewirbel aus.

Dem „Überfall“ vorausgegangen war ein bereits blutig verlaufener Zwischenfall beim Neuburgweierer Fastnachtsumzug, bei dem junge Leute beider Familien mitbeteiligt waren. Der bisherige SPD-Vorsitzende war erst bei der Auseinandersetzung in der Wohnung der Familie Karanikolas dabei.

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Mein Rücktritt hat primär nichts mit den Vorkommnissen vom Fastnachtsmontag zu tun.
Nikolas Karanikolas, SPD-Vorsitzender Rheinstetten zu Rücktritt

Die Polizei ermittelt wegen wechselseitige Körperverletzung, Bedrohung, Beleidigung und Hausfriedensbruch in der Sache. Die Frauen der beiden beteiligten Familien kennen sich schon seit Grundschulzeiten. Karanikolas meinte an diesem Freitag gegenüber den BNN: „Mein Rücktritt hat primär nichts mit den Vorkommnissen vom Fastnachtsmontag zu tun“.

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Darum tritt Karanikolas zurück

Gründe seien im wesentlichen seine Belastung durch sein Studium und die Erledigung anderer ehrenamtlicher Aufgaben. Aus Rheinstettener SPD-Kreisen dagegen war zu hören, man habe ihn gedrängt, sein Amt niederzulegen. Dort sind nicht wenige der Auffassung, Grund der Auseinandersetzung sei eine seit Jahren schwelende Antipathie unter Mitgliedern der beiden, gut in Rheinstetten integrierten Familien. Sein Amt als Stadtrat in Rheinstetten will Karanikolas behalten.

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