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Ministerium untersagt Fahrten

Robert-Koch-Institut erklärt Südtirol zum Coronavirus-Risikogebiet

Das Robert-Koch-Institut hat Südtirol zum Coronavirus-Risikogebiet erklärt. Ein entsprechender Vermerk wurde nach eigenen Angaben am Donnerstag um 21 Uhr auf der Internetseite hinzugefügt. Die Provinz in Norditalien ist in der Region ein beliebtes Reiseziel – für Urlauber und Schulklassen.

Das Robert-Koch-Institut hat Südtirol zum Coronavirus-Risikogebiet erklärt. Foto: Baumgart/dpa

Das Robert-Koch-Institut (RKI) in Berlin hat Südtirol zum Coronavirus-Risikogebiet erklärt. Ein entsprechender Vermerk wurde nach eigenen Angaben am Donnerstag um 21 Uhr auf der Internetseite hinzugefügt . Die Provinz in Norditalien ist in der Region ein beliebtes Reiseziel – für Urlauber und Schulklassen.

Auch der Schüler der Albert-Einstein-Schule Ettlingen (AES), dessen Covid-19-Erkrankung am Donnerstag bekannt geworden war, hatte sich zuvor mit einer Reisegruppe zum Skifahren in St. Christina im Grödnertal aufgehalten. St. Christina liegt in Südtirol. Neben dem Schüler sind weitere Mitglieder der Reisegruppe aus anderen Gebieten in Deutschland an Covid-19 erkrankt.

Ministerium: Klassenfahrten nach Südtirol müssen abgesagt werden

Auch das baden-württembergische Kultusministerium hat am Freitagvormittag ein Schreiben veröffentlicht, in dem es die Risikogebiete um die Autonome Provinz Bozen – Südtirol, so der amtliche Name, erweitert.

Das bedeutet, dass die Schulleitung alle Klassenfahrten, Studienfahrten und Schüleraustausche, die bis zum Ende des laufenden Schuljahres dorthin geplant sind, absagen muss. Das gelte auch für Austausche mit Schülern, die aus Risikogebieten kommen.

" Alle Personen an Schulen und Kindergärten, die aktuell oder in den vergangenen 14 Tagen aus einem Risikogebiet zurückgekehrt sind, vermeiden – unabhängig von Symptomen – unnötige Kontakte und bleiben vorsorglich 14 Tage zu Hause ", heißt es in dem Schreiben weiter.

Das Ministerium empfiehlt Lehrkräften und anderen Beschäftigten an Schulen zudem, privat nicht in Regionen wie Südtirol zu reisen.

Noch am Donnerstag hatten Eltern auf der Facebookseite der BNN über geplante Schulfahrten ihrer Kinder nach Südtirol diskutiert.

Wir haben die Epidemie noch nicht, aber wir werden sie bald haben.
Lothar Wieler, Präsident des Robert-Koch-Instituts

Am Freitagvormittag erklärte Lothar Wieler, Präsident des Robert-Koch-Instituts, bei einer Pressekonferenz in Berlin: "Wir haben die Epidemie noch nicht, aber wir werden sie bald haben." Wer in Südtirol war und Symptome zeigt, soll seinen behandelnden Hausarzt anrufen, aber nicht persönlich in der Praxis erscheinen.

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