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Bewegung als Ziel

„Die Leute wieder von der Couch holen“: Benefiz-Marathon von „Scharinger & Friends“ durchs Albtal

Dass sich die von Corona gezeichneten Sportvereine langsam berappeln und dazu noch Gutes getan wird, das will der Benefiz-Marathon des Hilfsprojekts „Scharinger & Friends“ unterstützen. Am 1. August plant Organisator Rainer Scharinger ein Event, das viele Vereine in der Region einbindet.

Schwitzen für den guten Zweck: Schon 2020 machten sich die Benefiz-Läufer für die Hilfsaktion „Scharinger & Friends“ auf den Weg und sammelten Spenden. Foto: Rainer Scharinger/Scharinger & Friends

Einen Weckruf in Sachen Bewegung für den guten Zweck will Rainer Scharinger mit seinen Mitstreitern am 1. August setzen.

An diesem Tag, so der Ex-Fußballprofi und Ex-Trainer des Karlsruher SC, kann über seine Hilfsaktion „Scharinger & Friends“ auch ein Stück weit das Vereinsleben wieder angeschoben werden.

13 Vereine im südlichen Landkreis Karlsruhe sind Anlaufstation.

Laufen für Menschen mit Handicap

„Wir haben ja vergangenes Jahr schon Corona getrotzt“, sagt Rainer Scharinger, und verweist auf den Benefiz-Marathon im Juli 2020. Die Corona-Zeit sei in Sachen Spendenfluss für gute Zwecke wie auch für das Vereinsleben sehr schwierig gewesen. Der Benefizlauf habe mehrere Ziele.

„Zunächst wollen wir natürlich Menschen helfen, denen es nicht so gut geht“, unterstreicht Scharinger den Benefiz-Gedanken. „Laufen für Menschen mit Handicap“ ist das Motto.

Spenden sollen diesmal in erster Linie an Sozialpädagogische Wohngemeinschaften der Reha Südwest für schwerstbehinderte Menschen in Bruchsal gehen.

Wir wollen die Vereine wecken.
Rainer Scharinger, Benefiz-Organisator

Zweiter Anspruch sei es, „die Leute wieder mehr von der Couch zu holen“. In der Corona-Zeit hätten viele in Sachen Sport einiges schleifen lassen. Der sogenannte innere Schweinehund sei ebenfalls ein Gegner, dem man sich entgegenstellen müsse. Und nicht zuletzt gelte es, das Vereinsleben in Gang zu bringen. „Wir wollen die Vereine wecken“, so Rainer Scharinger.

Und von denen liegen an der Strecke einige. Los gehen soll’s am Sonntag, 1. August, mit Start in Rheinstetten beim SC Neuburgweier, um dann Stück für Stück durchs Albtal zu laufen.

An der Strecke liegen dann der TV Mörsch, SV Mörsch, FV Ettlingenweier, FV Bruchhausen, SV Völkersbach, TV Schluttenbach, TSV Schöllbronn, TSV Spessart, TSV Etzenrot, FC Busenbach, TSV Reichenbach, bevor dann gegen 15 Uhr das Ziel in Karlsbad beim ATSV Mutschelbach in Sicht kommen soll.

Es soll sachte Gemeinschaft entstehen

„Vor Ort könnten Vereine endlich mal wieder die Türen aufmachen, den Grill rausholen, vielleicht eine kleine Hocketse machen oder ähnliches – einige planen schon etwas im Außenbereich.“

Scharinger geht es darum, dass sachte wieder Gemeinschaft entsteht. Es ist aber freilich ein Lauf nach Corona-Bedingungen, weshalb nicht jeder Laufwillige sich einklinken kann. „Ich habe viele Gespräche geführt. Es ist leider zu erwarten, dass die Vereine Sportler und Ehrenamtler durch die Corona-Zeit verlieren werden. Wir wollen sie unterstützen“, so der gebürtige Spessarter Scharinger.

Jedem müsse klar sein, welch wichtige Aufgabe die Sportvereine erfüllen, deshalb sei Solidarität so wichtig.

Jeder Sportbegeisterte kann Gutes tun

Er selbst werde ein paar Kilometer mitlaufen, werde sich aber auf jeden Fall bei jedem Verein sehen lassen. Mit im Boot ist bei der Aktion auch Fitnesstrainer und Marathonläufer Ronald Zaisser. Vor Ort werde man Sportler der Vereine, möglichst in Trikots, mit auf die Strecke nehmen. So soll sich eine bunte Laufgruppe bilden, die so ein Zeichen setzt.

Am 1. August könne jedoch jeder Sportbegeisterte Gutes tun. „Jeder soll auch Zuhause was machen, wenn man zum Beispiel fünf Kilometer für sich läuft und dafür fünf Euro spendet, dann ist das auch in Ordnung“, betont Scharinger.

„Jede Spende zählt“, den Betrag könne jeder für sich wählen. Bewegen sei die Hauptsache – ob als Spaziergänger, Walker, Läufer oder Radfahrer.

Und apropos Radfahren: Einen Benefiz-Duathlon auf dem Rad und zu Fuß zugunsten von „Scharinger & Friends“ wird der Birkenfelder Daniel Senger am 1. August absolvieren. Start ist ebenfalls in Neuburgweier, dann geht es durch den Enzkreis (FC Ersingen, Kickers Pforzheim, FC Birkenfeld, FC Dietlingen, TuS Ellmendingen, FC Nöttingen), bevor er um 15 Uhr in Mutschelbach sein will.

Für Senger ist es eine Art „Dankestour“ nach einer Leukämie-Erkrankung. Es hatte eine Typisierungsaktion gegeben, potenzielle Stammzellenspender wurden gefunden.

Internet

Alle Informationen zur Benefiz-Sportaktion und die Spendenadressen gibt es auf der Seite von „Rainer Scharinger & Friends“ unter www.scharinger-friends.de.

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