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Projekt liegt voll im Zeitplan

Schüler des Ettlinger Heisenberg-Gymnasiums gestalten Weihnachtskalender für Schlossfassade

Nachdem 2019 die siebte Klasse des Eichendorff-Gymnasiums die Gestaltung des Adventskalenders an der Fassade des Ettlinger Schlosses übernommen hat, sind nun Schülerinnen und Schüler des Heisenberg-Gymnasiums an der Reihe.

Basteltisch: Schritt für Schritt wird der Adventskalender für die Ettlinger Schlossfassade in der 7e des Heisenberg-Gymnasiums fertiggestellt. Foto: Nathalie Friedrich

Lebhafte Gespräche und vereinzelte Rufe hallen durch den Flur des Heisenberg-Gymnasiums, der zum Klassenzimmer der 7e führt. Bereits vor der Tür liegt buntes Transparentpapier und zeigt jedem Besucher an, dass er hier richtig ist: Hier entsteht der Adventskalender für die Ettlinger Schlossfassade. Im Raum selbst stehen große Gruppentische, die über und über mit Bastelutensilien bestückt sind und an denen kleine Gruppen geschäftig arbeiten. „Wir helfen uns in den Gruppen auch gegenseitig“, sagt die zwölfjährige Nina. Dilay, ebenfalls zwölf, fügt hinzu: „Wenn wir zwischen den Gruppen hin- und herlaufen ist das hier Sport und Kunst zugleich.“

Nachdem vergangenes Jahr die siebte Klasse des Eichendorff-Gymnasiums die Gestaltung des Adventskalenders übernommen hatte, liegt es nun an den Klassen sechs, sieben, neun, zehn und dem Bildende-Kunst-Zweistünder der Elften, die Fensterbilder zu gestalten. Dabei unterscheiden sich die künstlerischen Erzeugnisse qualitativ gar nicht so stark voneinander, wie Lehrerin Julie Zimmermann verrät. „Nur bei den Kleineren merkt man, dass die Bilder ein wenig verspielter sind.“

Bilder sollen die Vielfalt zeigen

Die 7e befände sich gerade in einem „kreativen Normalzustand“. Maia und Marlene erzählen, dass sie das Projekt direkt nach den Sommerferien begonnen haben: Planungen, Abstimmung mit den vier anderen Gruppenmitgliedern über die Schriftart, Diskussionen über Skizzen, Kompromisse und oftmals Umgestaltungen gehörten dazu. Letztlich hatten sich die sechs Zwölfjährigen für zwei Engel entschieden, einer davon dunkelhäutig, und eine Mischung aus den vorgeschlagenen Schriftarten.

„Tätärätä“ prangt jetzt über den beiden trompetenden Engeln, aber auf den Bildern der übrigen Gruppen sind Wörter auch in anderen Sprachen zu lesen. Nina erzählt stellvertretend: „Wir wollten auf jeden Fall die Vielfalt zeigen – bei uns sind es die Engel, bei anderen die Wörter“. Allgemein wirkt die Klasse sehr eingespielt, was erklärt, dass die Gruppe mit den Engeln bereits nach sechs Schulstunden fertig war und eine andere Gruppe sogar bereits an ihrem zweiten Bildprojekt arbeitet. Katharina verrät: „Die Gruppe hatte aber auch ein bisschen einfachere Motive.“

Corona hindert die jungen Künstler kaum: die Verständigung mit den Masken sei manchmal komplizierter und die Aufgabe des Schlossfenster-Vermessens wurde an die Lehrerin „outgesourced“. Trotz der Tatsache, dass beinahe alle ersten Entwürfe der Schüler letztlich aus Platzmangel oder kleineren konzeptionellen Schwächen umgedacht werden mussten und das Umranden mit schwarzer Pappe sehr zeitintensiv war, werden die Schülerinnen und Schüler in dieser Woche komplett fertig und sind somit im Zeitplan.

„Wir werden sicherlich mal als kleine Klassengruppe an den Werken vorbeilaufen“, sagt Julie Zimmermann und trifft auf viel Zustimmung. Alle sechs junge Künstlerinnen sind sich einig, was ihnen an diesem Projekt am besten gefallen hat: Endlich ihre fertigen Bilder in Händen zu halten. Aber vielleicht revidieren sie ihre Aussage, wenn sie die eigenen Werke erleuchtet an der Ettlinger Schlossfassade sehen.

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