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3D-Effekte inklusive

Schwarzlicht-Minigolf in Ettlingen: Spaß mit Spezialbrille auf 18 Bahnen

Schwarzlicht und 3D-Effekte: Bei Funnygolf in Ettlingen geht es mit Spezialbrille auf 18 Minigolf-Bahnen. Die Idee kommt bei Kindern und Erwachsenen gleichermaßen gut an.

Schwarlichtgolf
Tolle Unterwasserwelt: Wenn der Hai beim Einlochen über die Schulter sieht. Foto: Ekart Kinkel

Vom Tiger im Gebüsch direkt hinter ihr lässt sich Katja ebenso wenig aus dem Konzept bringen wie von der Schlange an ihrer Seite. Katja hat nur Augen für den orangefarbenen Golfball, denn sie mit einem vorsichtigen Schub mit dem Schläger an den Hindernissen vorbei Richtung Ziel bugsieren will.

Der erste und der zweite Versuch gehen zwar noch daneben, doch mit dem dritten Schlag locht sie ein und strahlt. „Jetzt seid ihr dran“, sagt sie mit einem Strahlen und danach sind ihre Schwester und ihre Eltern an der Reihe.

„Das ist schon ziemlich cool hier“, sag Mama Sabine Oberacker. Die Familie hat das schlechte Wetter am Wochenende für eine Partie Minigolf in der Schwarzlicht-Anlage im Gewerbegebiet Ettlingen West genutzt. Cool ist hier das gesamte Ambiente.

Gespielt wird nämlich im abgedunkelten Räumen mit einer 3D-Brille. Dadurch scheinen sich die neonfarbigen Umrandungen ebenso mitten im Raum zu befinden wie einige der Figuren auf den Bahnen und an den Wänden.

Von Berlin nach Ettlingen

Funnygolf
Familie Oberacker beim Schwarzlichtgolf in Ettlingen Foto: Ekart Kinkel

„Schwarzlichtanlagen mit dreidimensionalen Effekten habe ich in Berlin und Köln entdeckt“, sagt Betreiber Friedrich Dreher. „Da dachte ich mir sofort, dass so etwas auch gut nach Ettlingen passt.“

Vor sieben Jahren hat der ehemalige Fotograf aus Waldronn seine Idee dann in die Tat umgesetzt und die Funny-Golf-Anlage in der Einsteinstraße eröffnet. Kein ganz einfaches Unterfangen, sagt Dreher, „um die dreidimensionalen Effekte zu erzeugen, braucht es eine ganz spezielle Technik.“

Insgesamt neun Kunstschaffende haben in den drei Räumen der Indoor-Anlage fantastische Themenwelten geschaffen. In der Unterwasserwelt schweben Haie und ein Wal scheinbar schwerelos an den Wänden, im Weltraum-Raum werden die Minigolfer von der Comic-Figur Hulk sowie einem Sternenzerstörer aus dem Star-Wars-Kosmos empfangen.

Und im Dschungel lauert neben dem Tiger und der Schlange auch noch ein Löwe im Gebüsch, dazu gibt es dort noch als besonderes Schmankerl das hinter Blattwerk versteckte Karlsruher Schloss.

18 Bahnen mit den üblichen Hindernissen

Auf den 18 Bahnen müssen die Gäste dann die üblichen Minigolfhindernisse wie eine Wippe überwinden oder den Ball über eine Spirale Richtung Loch schieben. „Eigentlich ist das nicht viel anders als das Minigolf im Freien“, sagt Martin Dairer.

Man müsse sich an Brille und das schummrige Schwarzlicht gewöhnen und dürfe sich von den Effekten nicht allzu sehr ablenken lassen.

„Passionierte Minigolfer kommen auf dieser Anlage mit 28 Schlägen durch“, sagt auch Dreher. Fürs Zählen bekommen die Gäste Handys mit einer speziellen App mit auf die Runde. Zettelwirtschaft gibt es beim Funny-Golf deshalb keine, die Ergebnisse werden nach der Runde an der Anmeldung zum Mitnehmen ausgedruckt. Getränke können auf speziellen Servierwagen mitgenommen und von Loch zu Loch geschoben werden.

Beliebte Adresse für Kindergeburtstage und Firmen-Veranstaltungen

Familie Oberacker und Martin Dairer sind am diesem Wochenende nicht die einzigen Gäste. Zahlreiche größere und kleinere Gruppen geben sich die Golfschläger in die Hand, eine Kindergeburtstagsrunde begibt sich ebenso auf den Parcours wie ein Großvater mit seinem Enkelsohn.

„Schwarzlichtgolf ist geeignet für alle Leute von acht bis 80“, sagt Friedrich Dreher. Regelmäßig werde die Anlage auch von Firmen für Mitarbeiter-Veranstaltungen gebucht.

Die Lockdowns während der vergangenen beiden Jahre hat Dreher nach eigenen Angaben gut überstanden. „Und als ich wieder aufmachen durfte, war ich von der großen Resonanz fast schon überrascht“, sagt der Rentner. Dass es in Ettlingen eine Schwarzlichtanlage mit 3D-Effekten gibt, habe sich bereits weit über die Stadtgrenzen hinaus herumgesprochen. Karlsruher gehörten ebenso zu seinen Gästen wie Leute aus der Südpfalz.

Zwischenzeitlich betrieb Dreher auch noch eine Funnygolf-Anlage in Mannheim. Die wurde mittlerweile aber von einem Konkurrenten mit mehreren Anlagen in Pfalz und Kurpfalz übernommen.

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