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Kandidat der Grünen

Sebastian Grässer aus Malsch setzt sich für mehr Breitbandversorgung und weniger Funklöcher ein

Mit der Digitalisierung kennt er sich aus, aber er hat auch andere Themen, die ihm im Bundestagswahlkampf auf den Nägeln brennen: Grünen-Kandidat Sebastian Grässer.

Will in den Bundestag: Der 30 Jahre alte Grünen-Kandidat im Wahlkreis Karlsruhe-Land, Sebastian Grässer. Foto: Heidi Schulte-Walter

Sebastian Grässer wagt eine Prognose: „Wir Grünen werden zwischen unserem Ergebnis bei der Bundestagswahl 2017 und dem der Landtagswahl 2021 abschneiden“, meint er mit Blick auf den 26. September.

Der Kandidat aus dem Wahlkreis Karlsruhe-Land hat das Gefühl, dass es für seine Partei im Wahlkampf „ganz gut läuft“, das merke er bei den Gesprächen an den Wahlständen.

Die Bundestagswahl wird auf den letzten Metern entschieden.
Sebastian Grässer, Grünen-Bundestagskandidat

Dennoch wolle er sich nicht zu früh für die Grünen freuen. „Die Bundestagswahl wird auf den letzten Metern entschieden“, ist Grässer überzeugt.

Seit einigen Wochen ist er im vollen Wahlkampfmodus, zeigt sich auf Wochenmärkten, macht Hausbesuche, bedient die Sozialen Medien mit Videos aus den 21 Kommunen, die zum Wahlkreis gehören. „Ich hab zurzeit echt einen 14-Stunden-Tag“, sagt der 30-jährige Kandidat.

In Malsch aufgewachsen, in Ettlingen zur Schule gegangen

Grässer ist Physiker und Informatiker, arbeitet zum einen als selbstständiger IT-Berater, zum anderen hat er einen Halbtagsjob im Büro der Landtagsabgeordneten Andrea Schwarz in Bretten.

Den südlichen Landkreis kennt Grässer gut, er ist in Malsch aufgewachsen und besuchte das Albertus-Magnus-Gymnasium Ettlingen.

Inzwischen lebt er seit rund zehn Jahren in Karlsruhe, wo er vor Monaten in einer knappen Abstimmung das Rennen um die Nominierung für die Bundestagswahl gegen Björn Bohnenkamp aus Forst gewann. In Karlsruhe sitzt Grässer auch im Arbeitskreis Digitales seiner Partei.

Stadt-Land-Gefälle macht Sorgen

Dass „seit Jahren so viel in der Bundespolitik schiefläuft und wir das ändern müssen“, sei einer der Gründe für ihn gewesen, sich bei den Grünen zu engagieren.

Die Digitalisierung („da kenne ich mich aus“) komme immer noch nur schleppend voran, auch wenn Corona das Thema „mehr in die Köpfe gebracht hat“.

Sorgen bereitet Grässer das „Stadt-Land-Gefälle“, das der Kandidat an drei Punkten festmacht: dem Öffentlichen Personennahverkehr (ÖPNV), der zwar in den Städten gut funktioniere, aber in vielen kleinen Ortschaften eben nicht.

Funklöcher und keine Breitbandversorgung

Genauso ärgerlich für ihn: Funklöcher und fehlende Breitbandversorgung im ländlichen Raum. „Und da geht es nicht nur um private Haushalte, sondern auch um Unternehmen, die leiden.“

Drittes politisches Steckenpferd von Sebastian Grässer ist die medizinische Versorgung – hier dürfe der Abbau von Betten in Krankenhäusern „aus wirtschaftlichen Gründen“ nicht weitergehen.

Das vielversprechende Landarztmodell müsse weiterverfolgt werden, auch sei die Zusammenarbeit von Kommunen bei dem Aufbau von medizinischen Versorgungszentren sinnvoll.

Hitzefeste Ortskerne und Innenverdichtung in Gemeinden

Beim Klimaschutz fordert Grässer, die Ortskerne „hitzefest zu machen“, was bedeute: mehr Grün und mehr Wasser in den Zentren.

Um die Energiewende weiter voranzubringen, brauche es neben mehr Windkraftanlagen („ich weiß, für die gibt es nicht an jedem Standort Akzeptanz“) mehr Freiflächen-Fotovoltaik, etwa in der Nähe von Autobahnen.

Apropos Fläche: Das Mantra der Grünen und damit auch seines laute Innenverdichtung in den Gemeinden vor Ausweisung von weiteren Neubaugebieten. Klar sei auch, dass „wir mehr in die Höhe als in die Breite bauen müssen“.

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