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Ansturm bleibt aus

So lief der erste Tag im Ettlinger Albgaubad nach der Corona-Pause

Nach monatelanger Pause kehren die Stammgäste zurück ins Bad. Der Andrang bleibt jedoch überschaubar.

Abgetrennt: Die Bahnen im Schwimmbecken des Albgaubad sollen Raum lassen. So werden Corona-Sicherheitsabstände eingehalten. Foto: Klaus Müller

Von einem Ansturm kann nicht die Rede sein. Noch ist alles überschaubar – hier am Eingang zum Ettlinger Albgau-Hallenbad. Es ist kurz vor zehn Uhr. Gleich werden sich die Eingangstüren öffnen.

Fast sechs Monate lang blieb in der Corona-Zwangspause der Publikumseingang verwaist. „Eine lange Zeit“, meint später Walter Tomschitz strahlend und in Badehose. „Dienstag und Donnerstag sind meine Badetage. Die haben mir gefehlt. Genauso wie die 15 Bahnen, die ich dann immer schwimme. Und unsere Altherren-Clique. Jetzt geht´s endlich wieder los.“

Badegäste aus Künzelsau

Sogar ein Ehepaar aus Künzelsau ist bei der Wiederöffnung dabei. „Wir sind hier zu Besuch und haben gedacht, eine Runde Schwimmen tut bestimmt gut“, erzählen die Arnolds – übrigens nicht verwandt und verschwägert mit OB Arnold. In Künzelsau dürfte nur in zeitlichen Blöcken – eben von bis – geschwommen werden. Im Albgau-Hallenbad gebe es diese Einschränkung nicht, klärt Roland Fang von der Ettlinger Bäderverwaltung auf.

Inzwischen hat auch die Kasse geöffnet. Alles ist stressfrei. Das mit den Online-Anmeldungen scheint zu funktionieren. Die Bäder-App erfüllt ihre Aufgabe.

Überschaubar: Die Zahl der Wartenden am Dienstag vor dem Hallenbad Ettlingen, das nach der Corona-Zwangspause wieder geöffnet hat. Foto: Klaus Müller

Dass es für sie selbstverständlich ist, mit die Erste am ersten Öffnungstag zu sein, steht für Stammschwimmerin Brigitte Zimmermann außer Frage. Auch Günter Schöbel freut sich wieder aufs Schwimmen – „in Ruhe meine Bahnen ziehen zu können“. Genau das wird kurz darauf eintreten: Schwimmen im Einbahnstraßen-Modus, sodass sich niemand in die Quere kommt. „Da kann man auch mal ohne Probleme auf dem Rücken schwimmen“, freut sich nicht nur das Ehepaar Arnold.

Corona-Regeln sind den meisten bekannt

Und was sich ebenfalls schnell zeigt: Den meisten Badegästen sind die Corona-Vorgaben bekannt. „Solche Regeln gab´s doch schon im Freibad“, stellt Veronika Schodrok fest.

„Stimmt“, vermeldet ebenso Fang. „Die Regeln haben sich bewährt.“ „Nee, da gibt es keine Probleme“, bestätigen die eifrigen Aquajoggerinnen Annette Kohn und Ilona Jakobs. Aus Gaggenau kommen sie. „Und wir werden jetzt regelmäßig hierherkommen – drei Mal die Woche.“ Ihr bisheriges Stammbad in Kuppenheim habe nämlich nur am Wochenende auf.

Sehr angenehm findet derweil Citra Braun den vielen Platz, den sie nun hat, um Sohnemann Lintang das Schwimmen beizubringen. Die beiden kommen aus Weingarten. Eine Stippvisite, um mal wieder die alten Kollegen zu sehen, führt Emily Rück ins Hallenbad. „Das kappt richtig gut mit all den Vorgaben“, lobt sie ihre Kollegen. Jetzt, kurz nach elf Uhr, tummeln sich 30 Leute im Bad. Da wäre noch Platz für weitere 90. So viele dürfen auf einmal ins Bad rein – und davon 30 ins große Becken. Und was ist mit der Sauna? „Schade, dass die noch nicht geöffnet hat“, meint Thorsten Schubert. „Sei´s drum. Immerhin hat das Bad wieder auf. Und das ist doch schon mal was.“

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