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Benefiz-Event startet am 24. April

Spendenlauf in Ettlingen: Wieder einsam statt gemeinsam für Kinder in Malawi

Jeder läuft allein, aber für ein gemeinsames Ziel: möglichst viel Geld für ein Schulprojekt in Malawi hereinzuholen. Gefragt sind jetzt die Sponsoren.

So geht`s coronabedingt auch 2021 nicht: Der Spendenlauf kann wieder nicht in Gemeinschaft im Horbachpark Ettlingen stattfinden, sondern die Läufer sind alleine auf ihren Strecken unterwegs. Foto: Archiv:Jürgen Hotz

Nix wird’s mit dem gemeinsamen Laufevent im Ettlinger Horbachpark: Erneut muss die Katholische junge Gemeinde St. Martin Ettlingen, kurz KjG, auf den klassischen Spendenlauf im Frühling verzichten.

Stattdessen bereitet das Orga-Team um Louis Walz ein Event vor, bei dem die Teilnehmer ihre Runden alleine drehen.

Auch das wie im ersten Corona-Jahr 2020 für einen guten Zweck.

Eine Komplettabsage wollten wir auf keinen Fall.
Louis Walz, KjG St. Martin Ettlingen

„Wir haben lange gehofft, unseren zehnten Spendenlauf in gewohntem Format veranstalten zu können, aber dann vor einigen Wochen entschieden, auf die andere Lösung auszuweichen“, sagt Walz. Die Alternative dazu wäre eine Komplettabsage gewesen, was „wir auf keinen Fall wollten“.

Und so funktioniert der (gem)einsame Spendenlauf 2021: Wer mitmachen will, sucht sich für die Strecken, die er zwischen 24. April und 8. Mai zurücklegen möchte, einen oder mehrere Sponsoren. Pro 500 Meter wird eine Unterstützung in beliebiger Höhe gezahlt.

Anmelden muss man sich auf der KjG-Homepage und dort die Namen der Sponsoren eintragen.

Am Ende der Benefizaktion geht das Formular inklusive der dort eingetragenen Gesamtkilometer per Mail an den Veranstalter. Der nimmt dann Kontakt mit den Unterstützern auf und bittet um Überweisung des zugesagten Geldbetrags.

„Klingt komplizierter als es ist und hat in der Vergangenheit immer gut geklappt“, erklärt Walz.

Mehr als 100 Läufer jeden Alters waren 2020 dabei

2020 seien 23.000 Euro zusammengekommen. Nicht nur durchs direkte Sponsoring der Läufer, sondern auch weil „es Leute gab, die uns einfach so eine Spende gemacht haben“.

Mehr als 100 Läufer jeden Alters beteiligten sich aus der Region Karlsruhe und von weiter her. So machte etwa auch eine Familie aus München mit.

Kein vernünftiges Klassenzimmer haben diese Mädchen einer Schule in Mzuzu/Malawi. Mit dem KjG-Spendenlauf soll der Bau von Klassenräumen finanziert werden. Foto: Umckaloabo-Stiftung

Geld geht an die Umckaloabo-Stiftung für ein Afrika-Projekt

Wie im vorigen Jahr wird auch 2021 wieder die Umckaloabo-Stiftung der Dr. Willmar Schwabe Gruppe mit dem Erlös bedacht.

Sie engagiert sich seit mehr als zehn Jahren für Kinder und Jugendliche im südlichen Afrika und gibt ihnen so eine Zukunftsperspektive. Der Bau eines Internats im Norden von Malawi, der 2020 gefördert wurde, sei inzwischen abgeschlossen.

Jetzt gehe es darum, ein Projekt von Pfarrer John Moyo in der Distrikthauptstadt Mzuzu voranzubringen. Moyo ist katholischer Geistlicher und laut Projektleiter Uwe Bothur von der Stiftung Garant dafür, dass gespendetes Geld „eins zu eins ankommt“.

Eine Schule für Mädchen soll mehr Klassenräume erhalten

Er will eine Primärschule für Mädchen erweitern, die viel zu wenige Klassenzimmer hat. Damit soll die Klassenstärke dann auf jeweils maximal 60 Kinder begrenzt werden.

Außerdem werden Bothur zufolge Unterrichtsmaterialien wie Hefte und Stifte angeschafft und Fruchtbäume gepflanzt, die in ein paar Jahren das Nahrungsangebot der jungen Menschen verbessern.

Spendenläufe sind für unsere Arbeit enorm wichtig.
Uwe Bothur, Projektleiter Umckaloabo-Stiftung

Die Umckaloabo-Stiftung hat zugesichert, den in Ettlingen erlaufenen Betrag erneut zu verdoppeln. Spendenläufe, so Bothur, „sind enorm wichtig für unsere Arbeit“. Pandemiebedingt finden derzeit weniger Läufe statt als sonst.

Er hoffe aber, dass die Stiftung 2021 beim Baden-Marathon Karlsruhe und beim Turmberglauf bedacht werde, so diese möglich sind.

Zum Abschluss des KjG-Events soll es am Sonntag, 9. Mai, dann um 19 Uhr auch die Möglichkeit geben, mit Pfarrer Moyo und dem Projektleiter bei der Umckaloabo-Stiftung, Uwe Bothur, ins Gespräch zu kommen. Sie sind via Zoom-Videokonferenz online zugeschaltet.

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