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Auch Frustration bei Badbetreibern

Statt einer Geburtstagsparty gibt es nur verwaiste Sitze im Ettlinger Kino

Ungerecht behandelt fühlt sich Ettlingens Kinobetreiber Marcus Neumann von der Politik. Der neuerliche Lockdown sei verheerend. Im Kino, sagt er, habe sich niemand mit Corona infiziert. Derweil schicken die Stadtwerke Ettlingen Badmitarbeiter wieder in Kurzarbeit.

Noch herrscht Betrieb: Mit dem Schwimmen ist ab Montag in den Bädern vorerst Schluss. Unser Foto zeigt das Außenbecken des Ettlinger-Albgauhallenbades. Foto: Werner Bentz

Marcus Neumann, Betreiber des Ettlinger Kinos, hatte im November eigentlich Großes vor. Er plante eine richtig coole Party, um den 20. Geburtstag der „Kulisse“ zu feiern. Aus der Sause wird nun nix, statt dessen treibt den Geschäftsmann die Frage um, ob die Lichter nicht dauerhaft ausgehen. „Der neuerliche Lockdown ist für unsere ganze Branche ein schwerer Schlag, ich bin dabei, das Vertrauen in die Politik zu verlieren.“ Schon im März seien die Umsätze komplett weggebrochen, dann habe er sich für ein Autokino auf dem Dickhäuterplatz entschieden und im Anschluss daran mit dem Open-Air-Kino ein paar der Frühjahrs-Verluste wettmachen können.

Als wieder drinnen Filme gezeigt werden durften, „ sind wir mit einem gut ausgearbeiteten Abstands- und Hygienekonzept an den Start, hatten von 200 Plätze gerade mal 25 Prozent besetzt.“ Die Leute seien diszipliniert gewesen, hätten die Masken aufgesetzt und „infiziert mit Covid 19 hat sich weder bei uns jemand noch in einem anderen Kino“, sagt Neumann. Wenn in die Kirchen bis zu 100 Leute und in die Baumärkte 500 dürften, dann „verstehe ich die neuerliche Zwangsschließung bei uns erst recht nicht“.

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