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Unrat im Gewölle

Müll wird zum Problem: Störche in Ettlingen und Malsch fressen immer mehr Plastikteile

Die Störche sind zurück zwischen Ettlingen und Malsch. Und sie haben zunehmend Probleme mit Plastikmüll. Eine Studentin hat das Problem näher untersucht und besorgniserregende Funde gemacht.

Nahe Sulzbach haben die Störche auf einem Baumstamm einen neuen Horst errichtet. Doch die Tiere haben große Probleme mit dem zunehmenden Müll. Foto: Bettina Haßler

„Es gibt so viele neue Horste. Ich komme kaum noch hinterher“, sagt Stefan Eisenbarth. Vergangenes Jahr betreute der ehrenamtliche Tierschützer im Auftrag der Vogelwarte Radolfzell über 50 Storchenhorste im Großraum Karlsruhe und dem nördlichen Landkreis Rastatt. 2021 sind für Eisenbarth schon zwölf neue hinzugekommen.

Trotz der Arbeit freut er sich und spricht von einer „guten Entwicklung der Tiere“. Mitte der 80er Jahre erlebte Baden-Württemberg einen großen Einbruch der Storchenpopulation. Ursprung des Wiederansiedlungsprojektes war Rheinstetten, wo seither 90 Tiere mit einem Ring zur Wiedererkennung versehen wurden. 2020 registrierte man landesweit knapp 1.500 Storchenpaare.

Längst nicht mehr jeder Storch fliegt zum Überwintern bis nach Afrika. Viele verbringen die Zeit in Spanien, wo sie etwa auf Mülldeponien Nahrung finden. Eisenbarth verfolgt aktuell die Routen von fünf Tieren, die mit einem Sender ausgestattet sind. Ein Storch verbrachte den Winter in Spanien, vier zog es bis nach Afrika.

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