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Wasservogel lebt eigentlich am Horbachsee

Verirrter Jungschwan sorgt in Ettlinger Altstadt für Aufregung

Ein verirrter Schwan lief in der Ettlinger Altstadt am Montagmorgen Gefahr, überfahren zu werden. Er hielt sich gegen 9 Uhr im Rosengarten und beim Schloss auf. Besorgte Bürger alarmierten die Polizeibehörde der Stadt.

Mein lieber Schwan: Mit einer kleinen Eskorte bestehend aus Ettlinger Polizeibehörde und tierlieben Bürgern wurde das in der Altstadt aufgetauchte Jungtier über die Schlossgartenstraße zum Horbachsee geleitet. Foto: Sara Manzari

Für Aufregung hat ein junger Schwan am Montagmorgen in der Ettlinger Altstadt gesorgt. Eigentlich am Horbachsee im gleichnamigen Park zuhause, watschelte der Wasservogel gegen 9 Uhr im Rosengarten und beim Schloss umher und lief letztlich Gefahr überfahren zu werden.

Besorgte Bürger alarmierten die Polizeibehörde der Stadt. Die rückte auch an und gewährte dem Schwan Geleitschutz, bevor es über die viel befahrene Schlossgartenstraße in Richtung Heimat ging. Mit etwas Fantasie erkannte man ein fragendes Gesicht des Tiers, als es durch Ordnungsdienst und Passanten an der Fußgängerampel über die Fahrbahn gelotst wurde.

Eskorte zum Horbachsee für den Jungschwan

Die Eskorte zum See ist auch deshalb verständlich, da es sich beim geretteten Vogel um einen Nachkommen des prominenten Ettlinger Schwanenpaars handelt.

Seit Jahren nimmt die Bevölkerung Anteil an deren Wohl und Wehe. Angefangen von verschwundenen Babyschwänen, als der Verdacht auf einen großen Wels - das „Monster vom Horbachsee“ - fiel, bis hin zu den alljährlichen Revierkämpfen im Park.

Bei Familie Schwan bleibt es ohnehin spannend. Wie berichtet, wurde der altbekannte Schwanenvater tot am Seeufer gefunden. Alljährlich wurden bislang ja - nach alter Väter Sitte - die Sprösslinge zur nächsten Balzzeit verjagt, um sich ihr eigenes Revier zu suchen. Wer künftig der „Platzhirsch“ vom Horbachsee wird, ist noch offen.

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