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Pläne für Waldbronn

Bürgermeisterwahl in Waldbronn: Patrick Nitsch nimmt seine Rolle als Außenseiter sportlich

Patrick Nitsch bewirbt sich als einer von sechs Kandidaten bei der Bürgermeisterwahl in Waldbronn ab. Er geht er als Außenseiter ins Rennen. Was ist seine Motivation für die Kandidatur?

Mann + lehnt sich an Träger
Fühlt sich sichtlich wohl in Waldbronn: Kandidat Patrick Nitsch hätte es am liebsten, wenn kein Auswärtiger Bürgermeister in der Gemeinde wird. Foto: Klaus Müller

Dass er allenfalls Außenseiterchancen hat, bestreitet Patrick Nitsch erst gar nicht. Im Gegenteil. Er, der vierte Kandidat, der seine Bewerbung abgab, nimmt das sportlich. Sein Wahlkampf ist eher dezent. „Ich dränge mich niemandem auf. Aber ich spreche auch mit vielen Leuten – höre ihnen zu“, sagt Nitsch.

Direkt beim amtierenden Bürgermeister, Franz Masino, habe er sich über das Amt und die Aufgaben eines Bürgermeisters informiert. Eine Erkenntnis für ihn aus dem Gespräch: „Der das Amt übernimmt, hat einen harten Weg hinter sich und einen noch härteren vor sich.“

Eigentlich wollte er nicht, dass ein Kandidat von außen Bürgermeister in Waldbronn werde. „Das war mit ein Grund, warum ich mich für eine Kandidatur entschied. Und ich will Verantwortung übernehmen“, sagt der 39-jährige Familienvater. Der parteilose Nitsch ist (kommunal-)politisch ein unbeschriebenes Blatt. Für ihn kein Problem. „Und ich bin auch keiner, der sich immer in den Mittelpunkt stellen muss.“

Was er für das Amt mitbringe? „Meine kaufmännische Ausbildung. Meine Empathie. Die Bereitschaft, Kompromisse zu finden und einzugehen. Und, für mich ganz wichtig, die Person hinter einem Namen zu sehen.“ Für ihn sei ein Bürgermeister „das Gesicht einer Gemeinde“, sagt Nitsch. Außerdem sollte der Bürgermeister die Schnittstelle zwischen Gemeinderat, Verwaltung und den Bürgern sein.

Ein wenig kokettiert er sodann mit seiner Herkunft: „Ich komme aus einfachen Verhältnissen. Ich kenne diese Situation.“ Den Wahlkampf an sich könne er nur mit „begrenzten finanziellen Mitteln“ bestreiten. Mit seiner Frau, mit viel Lektüre und dem Studium von Sitzungsvorlagen – „ich habe mir die Haushaltsdaten runtergeladen“ – hat er sich auf den Wahlkampf vorbereitet. „Und ich habe schon mit Schulen und Kindergärten telefoniert“, berichtet Nitsch.

Klare Position beim Thema neues Feuerwehrhaus

In Sachen Standort für ein neues Feuerwehrhaus vertritt Nitsch, selbst freiwilliger Feuerwehrmann, eine klare Position: „Das muss auf die Fleckenhöhe beim neuen Kreisel hin.“ Angrenzend, um die Tagesverfügbarkeit zu sichern, könnte man dorthin zum Beispiel auch den Recycling- und Bauhof verlegen. In jedem Fall sei die Fleckenhöhe eine denkbare Option für die Weiterentwicklung der Gemeinde.

Auf die Gemeindefinanzen angesprochen, plädiert Nitsch, im Wissen um die Haushaltszahlen, dafür, dass die Gemeinde mehr Einnahmen generieren müsste – beispielsweise durch Mehreinnahmen bei der Gewerbesteuer. Eine bessere Vermarktung der Angebote in Waldbronn könnte auch für mehr Einnahmen in die Gemeindekasse sorgen.

Nitsch denkt hierbei auch an Tagestourismus. Damit ließe sich Geld verdienen. Am Status Kurort wolle er unbedingt festhalten. Eine weitere, nicht unwesentliche, kommunalpolitische Waldbronner Aufgabe ist für ihn „die Herausforderung, das Wir-Gefühl in der Gemeinde zu stärken“.

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