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Technologie nach amerikanischem Vorbild

Eistreff Waldbronn eröffnet nach Betreiberwechsel die Saison

In Waldbronn beginnt wieder die Eislaufzeit. Und das zum ersten Mal nach gut 17 Jahren unter neuer Regie. Die nächsten fünf Jahre – und wenn möglich darüber hinaus – wird die Einrichtung von der „Eistreff Waldbronn gGmbH“ geführt.

Das LED-Eistrefflogo muss erst außerhalb vom Eis getestet werden. Alexander Schroth und Michael Müller (von links) nehmen es in Augenschein. Foto: Klaus Müller

Am 2. Oktober beginnt die Eiszeit zunächst für die Vereine. Ab dem 9. Oktober öffnet der Eistreff dann zum Publikumslauf für alle Freunde des Kufensports.

Wenn auch nicht auf nagelneue, dann doch auf in mancherlei Hinsicht modernisierte Eislaufhallen kann sich das Publikum freuen: die kleinere für „Eislaufen zu Licht und Musik“, die große, um Runden und Pirouetten drehen zu können. Und das auf im Eistreff bislang unbekanntem Eis. „Das Eis wird besser. Es wird härter, schneller und sauberer“, berichten im Gespräch mit den BNN die Geschäftsführer der gGmbH, Alexander Schroth und Manfred „Mannix“ Wolf.

Die dabei angewandte Technologie kommt in der amerikanischen NHL (National Hockey League) zum Einsatz. Der Vorteil: Das Eis sei mit drei Zentimeter dünner als bisher mit rund fünf Zentimeter, erläutert das deutsch-kanadische Hockey-Urgestein Wolf, vormals internationaler Eishockey-Profi und Trainer. Dadurch werde es nicht nur kompakter, obendrein handle es sich um eine umweltfreundlichere Technik.

Finanzierung mittels Crowdfunding

Dank eines Crowdfunding-Konzeptes (eine Art Finanzierung, an der viele beteiligt sind) kann laut Schroth die gGmbH die notwendigen Investitionen stemmen. Rund 60.000 Euro investierte bislang der neue Eistreffbetreiber – unter anderem in die Technologie und in ein neues Kassensystem, das allein schon wegen der Corona-Pandemie notwendig geworden sei. Hinzu komme eine Vielzahl von ehrenamtlichen Stunden, geleistet von Freunden, Begleitern und Mitgliedern des Fördervereins.

Millimeterarbeit: Die Lage des LED-Lichtes im Eis muss genau ausgemessen werden. Das klappt im Team, hier mit Michael Müller, Alexander Schroth, Manfred Wolf und Klaus Scharli (von links). Foto: Klaus Müller

Der Betreiber übernahm nach Schroths Auskunft einen Eistreff, der in einigen Teilbereichen in die Jahre gekommen war. Neue Anstriche, Reparaturarbeiten, eben das Teil zeitgemäßer nachzubessern, standen auf der Agenda, die abgearbeitet werden musste. Als gut erwies sich die Zusammenarbeit mit der Kurverwaltung. Künftig sollen die Gemeinderäte mittels eines Newsletters über die aktuellen Entwicklungen im Eistreff informiert werden.

Wir wollen mit den Füßen auf dem Boden bleiben. Aber wir wollen auch über den Tellerrand schauen.
Manfred „Mannix“ Wolf Geschäftsführer Eistreff Waldbronn

Thema wird dann auch die Vermarktung des Eistreffs sein – der Part von Wolf, der dabei auf ein beachtliches Netzwerk zurückgreifen kann. „Wir wollen vernünftig und modern agieren. Wir wollen mit den Füßen auf dem Boden bleiben. Aber wir wollen auch über den Tellerrand schauen“, sagt er. Verschiedene Bereiche des Eistreffs, zum Beispiel der Eingangsbereich, seien für eine Vermarktung vorgesehen. Das scheint zu funktionieren. „Es läuft gut“, so die Geschäftsführung.

Betreiber für Gastronomie wird noch gesucht

Eis zu vermieten, um damit Geld zu verdienen zählt ebenso zu den Vermarktungs-Vorgaben. Die Geschäftsführer denken da nicht regional, sondern national. So habe ein Nürnberger Eishockeyverein bereits für diesen Winter ein Trainingswochenende gebucht. Was noch fehlt, ist ein Gastronomiebetreiber (zum Beispiel Bistro). „Da sind wir auf der Suche. Die bisherige Bistro-Betreiberin hat leider sehr kurzfristig gekündigt.“

Corona macht aber auch dem Betreiber einen spürbaren Strich durch die Rechnung. „Eintrittskarten können nur online gebucht werden“, betont Schroth. Näheres dazu, einschließlich coronabedingten Verhaltensregeln, findet sich unter www.eistreff.net .

Service

Ab dem 9. Oktober öffnet der Eistreff freitags von 15 bis 23 Uhr, samstags von 12.30 bis 23 Uhr, sonntags von 10 bis 18.30 Uhr, mittwochs (nur kleine Halle) von 18.15 bis 22 Uhr und in den Schulferien täglich.

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