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Corona-Krise

Keine Gala an Silvester im Eistreff Waldbronn – aber ein Trost fürs Saisonfinale

Das ist wieder bitter: Der ERC Waldbronn muss auch 2021 auf seine Eisgala verzichten. Vorsitzender Volker Auracher erklärt warum, und was der Verein stattdessen vorhat.

Erneute Absage: Spektakulär sind im Eistreff stets die Galas zum Jahresende. Wegen Corona muss in diesem Jahr wieder darauf verzichtet werden. Foto: Philipp Kungl

Absage, die Zweite! Auch 2021 gibt es zum Jahresschluss keine Gala im Waldbronner Eistreff. Der ERC als Veranstalter hat sich dazu entschlossen, auf das eisige Spektakel an Silvester erneut zu verzichten. Das bestätigte der Vorsitzende Volker Auracher unserer Redaktion auf Anfrage.

„Für unsere Eiskunstläufer ist das sehr bitter, sie proben schon seit der Eistreff im Oktober wieder geöffnet wurde“, berichtet Auracher. Auch habe man längst die Formation United Angels aus Stuttgart verpflichtet, die regelmäßig bei dem Event das Publikum begeistert, sowie Läufer aus dem Leistungszentrum Oberstdorf. Sie könnten jetzt ebenfalls nicht auftreten.

Auracher argumentiert, für das Silvesterprogramm auf dem Eis („das ist ein finanzieller Kraftakt für den ERC“) werde im Zuschauerbereich relativ eng bestuhlt, so dass mehrere hunderte Gäste Platz nehmen könnten. Zudem gebe es traditionell Bewirtung. „All das können wir bei den Infektionszahlen, die wir derzeit haben, nicht machen“, bedauert der ERC-Chef.

Ein kleiner Trost für die Eislauffans

Er hat aber insoweit einen zumindest kleinen Trost für Freunde von Eisshows parat: Ende März oder Anfang April, wenn die Saison zu Ende geht, soll die Gala nachgeholt werden.

Bis dahin hofft Auracher und mit ihm der Geschäftsführer der Betreibergesellschaft Eistreff, Alexander Schroth, dass sowohl der Trainingsbetrieb in den ERC-Sparten Eishockey und Eiskunstlauf als auch der Kufenspaß für Jedermann nicht mehr eingeschränkt werden.

17.500 Gäste seit Wiederöffnung

Seit der Wiedereröffnung des einzigen Indoor-Eislaufangebots im Stadt- und Landkreis Karlsruhe seien rund 17.500 Schlittschuhfans nach Waldbronn gekommen, erzählt Schroth mit Blick auf die Statistik. Damit sei man „sehr zufrieden“.

Besonders stark ist das Interesse an Samstagen, wenn es heißt, Laufen bei Licht und Musik. Das freut Schroth, denn Strom, weitere Nebenkosten und Miete müssen für den Eistreff bezahlt werden.

Derzeit gilt im Eistreff die 2G-Regelung. Davon ausgenommen sind Kinder und Jugendliche und damit ein Großteil der Nutzer. Beim Training, so Volker Auracher, „gehen wir über diese Vorschrift hinaus und wollen 2G plus“.

Das bedeute konkret: Der ERC verlangt von seinen Spielern, ob geimpft oder geboostert, noch zusätzlich einen aktuellen negativen Coronatest. „Das müssten wir zwar nicht, haben es aber jüngst im Vorstand zu unser aller Sicherheit so beschlossen.“

Coronajahr 2020 war für den ERC schlimmer als 2021

Die Impfquote im ERC bezeichnet Auracher als „sehr hoch“. Einige wenige Sportler lehnten den Piks weiter ab, die könnten eben nicht mehr am Training teilnehmen. Man habe vergeblich versucht, sie fürs Impfen zu motivieren, weitere Diskussionen darüber machten keinen Sinn.

„Wir halten den Betroffenen ein Plätzchen in den Mannschaften frei.“ Für den ERC und den Eistreff sei das Corona-Jahr 2020 „deutlich schlimmer“ gewesen als 2021, da gar nicht mehr ging – weder Training noch Turniere noch Publikumslauf.

Service

Eistreff: Freitag 15.30 Uhr bis 23 Uhr, Samstag 13 bis 23 Uhr, Sonntag 10 bis 18 Uhr. Tickets nur online: www.eistreff.net

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