Skip to main content

Kein Investor gefunden

Traum vom Mehrgenerationenhaus in Waldbronn ist geplatzt

Da ist ja dann wohl ein Traum geplatzt – der Traum von einem Mehrgenerationenhaus in Waldbronn. Und das fast sang- und klanglos, nachzulesen im pragmatischen Ton einer entsprechenden Sitzungsvorlage des Gemeinderates.

Aus dem Mehrgenerationenhaus in Waldbronn wird erstmal nichts - es gibt keinen Investor (Symbolbild). Foto: Sina Schuldt/dpa

Es geht um ein 2.600 Quadratmeter großes Grundstück im Waldbronner Neubaugebiet Rück II. Auf dem Areal sollte ein Gebäudekomplex für eine sechsgruppige Kinderbetreuungseinrichtung und für ein Mehrgenerationenhaus entstehen. Ihre Ideen und Anregungen – und davon gab es eine Menge – konnten die Bürger im Rahmen einer Bürgerbeteiligung einbringen.

Ein Teilnehmerwettbewerb für Investoren war vorgesehen. Unter allen Interessenten sollten „drei geeignete Bewerber“ in die engere Wahl rücken. Am Ende fand sich aber kein Bewerber, der all dies und das noch zu dem Grundstückspreis angehen wollte. Besagtes Grundstück sollte für rund 1,5 Millionen Euro verkauft werden – viel Geld für die Gemeindekasse.

Daraus wird nun nichts. Einstimmig sprach sich der Gemeinderat dafür aus, das europaweite Vergabeverfahren aufzuheben. Die Begründung brachte Hubert Kuderer (Aktive Bürger) auf den Punkt: „Das bisherige Ergebnis der Ausschreibung hat unsere Erwartungen nicht erfüllt.“ Vielleicht dann doch als zu blauäugig erwies sich der Traum von einem Vorzeigeprojekt. „Für das Vorhaben hätte man wahrscheinlich ein größeres Grundstück gebraucht“, konstatierte Roland Bächlein (CDU).

Grundsätzlich sei die Aufhebung der Ausschreibung möglich, erläuterten Frank Edelmann und Tom Pilhofer von Kommunal Konzept BW. Das Büro berät und begleitet die Gemeinde bei dem Vorhaben.

Neue Möglichkeiten in Waldbronn werden geprüft

Im nächsten Schritt sollen nun weitere Entwicklungsmöglichkeiten für das Areal geprüft werden. Die Zielrichtung dabei steht im Grunde schon fest: Von einem Mehrgenerationenhaus wird abgesehen, ebenso von der Vorgabe, „sozial gebundenen Wohnraum“ zu schaffen. Priorität habe der Kindergarten, betonte Bürgermeister Franz Masino. Ebenso könnte man in dem mehrstöckigen Haus „nicht störendes Gewerbe“ unterbringen. Weitere Entwicklungsmöglichkeiten für das Grundstück sollen geprüft werden.

Etwas überrascht über die Aufhebung der Ausschreibung und das damit verbundene Ende des Projektes zeigte sich Manfred Peter. Wie andere Ehrenamtliche auch brachte er sich intensiv in die Bürgerbeteiligung ein. „Ich hätte mir von der Gemeinde mehr Infos im Vorfeld über das Aus des Projekts gewünscht“, sagte er.

nach oben Zurück zum Seitenanfang