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Raus in die Natur

Was man im Kurpark Waldbronn neben der Natur noch erleben kann

Gucken, entspannen, Wissen sammeln: Ausflügler können im Kurpark von Waldbronn einfach nur die Natur genießen, bei ihrem Spaziergang aber auch viel lernen. Was die Grünanlage im Ortsteil Reichenbach zu einem attraktiven Ausflugsziel macht.

Im Kurpark von Waldbronn gibt es einen kleinen See, der zum Entspannen und Gucken einlädt. Foto: Petra Hirschel

Die beiden Jungen können ihren Blick nicht abwenden. Fasziniert beobachten sie die großen Fische im See. „Wie schnell die schwimmen!“ – „Da, guck eine Flosse!“ Ein Stück entfernt sitzt ein älteres Paar auf einer Bank, es genießt die Mittagssonne und sieht zu den Kindern hinüber.

An diesem Frühlingstag sind etliche Ausflügler im Kurpark von Waldbronn unterwegs. Nicht nur die zwei Jungen mit ihren Eltern und das Rentner-Paar nutzen das schöne Wetter für einen Spaziergang um dessen See und durch seine Wiesen. Auch andere Familien schlendern durch das weitläufige Areal, das sich am Rand des Ortsteils Reichenbach an einen Berghang schmiegt und am Hetzelbach in den Wald übergeht.

Ein Netz von Wegen durchzieht den Kurpark. Wer will, kann ihn aus der Perspektive von Vogelkundlern oder – was sehr ungewöhnlich ist – von Rutengängern erleben. Denn es gibt sowohl einen Lehrpfad, der Wissen über Meisen, Waldkauz und Co vermittelt, als auch einen Rundgang zum Thema Radiästhesie.

Lehrpfad für Rutengänger

Wie wirken sich unterirdische Wasseradern oder Strahlen auf Menschen, Tiere und Pflanzen aus? An zwölf Punkten gibt der Rutengänger-Verband Baden-Württemberg Antworten auf diese Frage. Der Verein mit Sitz in Waldbronn bestückte 1992 rund ein Kilometer Weg mit Infos zu dem Thema.

In normalen Zeiten bietet er monatlich eine Führung an. Nun aber müssen wegen der Corona-Pandemie Interessierte alleine von Tafel zu Tafel gehen. Diese stehen verstreut im Park und lassen sich bei einem Spaziergang über das Gelände leicht finden.

Für Rutengänger: Der Radiästhesie-Lehrpfad verrät die Geheimnisse von Wasseradern und Strahlungen. Foto: Petra Hirschel

Der Lehrpfad soll Rutengängern und Pendlern die Möglichkeit bieten, ihr Können zu prüfen. Der Verband animiert sie dazu, mit Wünschelrute oder Pendel zum Beispiel Störzonen aufzuspüren. Wer aber zu keiner der beiden Gruppen gehört, lernt trotzdem etwas. Dass etwa die Thermalwasserbohrung in Reichenbach auf Hinweis eines Rutengängers stattfand. Dass Brennnesseln fließendes Untergrundwasser anzeigen. Oder dass Buchen Strahlenflüchter und Eichen Strahlensucher sind.

Rundweg für Vogelgucker

Der Radiästhesie-Lehrpfad teilt sich das erste Stück des Weges mit dem Vogel-Lehrpfad. Beide beginnen unterhalb des unteren Parkplatzes und verlaufen dann am südlichen Rand des Kurparks entlang. Sie trennen sich dann aber, der Rundweg über die gefiederten Bewohner des Nordschwarzwalds macht einen Abstecher in den angrenzenden Wald.

Wissen über Kleiber und Co: Ein Lehrpfad informiert im Kurpark Waldbronn über die Vogelwelt. Foto: Petra Hirschel

Drossel, Mönchsgrasmücke, Rotkehlchen – die Chance ist derzeit groß, die Vögel nicht nur auf einer der 23 Info-Tafeln zu sehen, sondern sie auch in den Bäumen und Büschen zu entdecken. Und häufig begleitet momentan ihr Gesang die Spaziergänger. Der Vogel-Lehrpfad ist 2,5 Kilometer lang. Er besteht ebenso bereits seit den 1990er-Jahren, der Nabu Karlsbad/Waldbronn erneuerte ihn 2016 allerdings.

Garten für Kräuterliebhaber

Auf das Engagement von Vereinen geht ein weiteres Projekt im Park zurück: Der Ortsverband des Bundes für Umwelt und Naturschutz hat in der Nähe des Musikpavillons einen Kräutergarten angelegt. Dort wachsen rund 80 verschiedene Heil- und Gewürzpflanzen – zum Beispiel Thymian, Lavendel und Salbei, aber auch Echtes Herzgespann und Balsamkraut.

Kinder haben es von dort aus nicht weit zum Spielplatz. Und gehen die Mädchen und Jungen noch ein paar Schritte erreichen sie eine Seilrutsche. Aber egal wo: Besucher sollten im Kurpark momentan wegen der Corona-Pandemie Abstand zu anderen Spaziergängern halten.

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