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Musik im schattigen Park

Watthaldenfestival in Ettlingen: Gute Stimmung bei großer Hitze

Die Zufriedenheit ist bei den beteiligten Musikern, Beschickern und Besuchern des Watthaldenfestivasls in Ettlingen gleichermaßen groß. Gut gehen auch die Sympathiebändchen für drei Euro.

Musikgenuss im Schatten der Bäume: Ein bunt gemischtes Publikum lauscht am Sonntagnachmittag den Tönen der Band Krusty Moors.
Ein bunt gemischtes Publikum lauscht am Sonntagnachmittag den Tönen der Band Krusty Moors. Foto: Stefan Lumpp

Hochsommerliche Temperaturen und Sonne satt von früh bis spät: Besonders wichtig für die zahlreichen Besucher des diesjährigen Watthaldenfestivals sind Sonnenschutz und viel trinken. Das lassen sich die Feiernden auch nicht zwei Mal sagen.

Beim Bierstand gehen die Bierkrüge über die Theke, wie man es aus der Zeit vor Corona kennt, erzählt der Betreiber der Watt’s-Brasserie Nicolas Hettel erfreut. Er steht selbst am Ausschank und hat mit seinem Team 1.100 Liter Kaltgetränke bereitgestellt: „Heute geht alles, Hauptsache, es ist kühl – aber das frische Pils vom Fass ist nach wie vor der Renner.“

Der sechsjährige Simon und sein ein Jahr jüngerer Bruder Matthias schlecken lieber ein leckeres Eis. Ihr Vater Reinhard Pürkenauer wollte eigentlich mit den Jungs ins Schwimmbad gehen. „Wir haben die Musik gehört und unseren Plan geändert“, erzählt der Schöllbronner. Er lobt die Organisation und das Programm: „Das Festival ist reizvoll. Für jedermann ist etwas dabei.“

Auch die Musiker schwitzen auf dem Watthaldenfestival

Hinter der Bühne machen sich die Bands startbereit. „Das ist schon vor dem Auftritt schweißtreibend“, stellt Paul Burke von der Karlsruher Band Krusty Moors fest. Nach dem Konzert will der Ire in einem Irish Pub den Hitzetag ausklingen lassen.

Eine weite Anreise hatten Bruno, Perlage, Matteo und Han. Die vier Musiker aus Berlin treten unter dem Namen Jakkle auf mit einem individuellen Stil, den sie Spaghetti-Swing nennen. „Wir wollen das Publikum mitnehmen und zum Tanzen bringen. Es soll ein fröhliches Schwitzen werden“, so Matteo.

Gäste aus Berlin auf der Bühne

Dass sie nach Corona endlich wieder auf der Bühne stehen, freut die Musiker aus der Hauptstadt enorm. In ganz Deutschland hat sich die Band für Festivals beworben. „Jedes Konzert ist ein neues Abenteuer, auch heute in Ettlingen“, erzählt Bruno. Am Vortag haben die Bandmitglieder in der Altstadt das regionale Bier genossen.

Längst nicht alle Bands, die sich für das Watthaldenfestival bewerben, bekommen den Zuschlag, berichtet Angelika Schroth vom städtischen Kulturamt. Das ganze Jahr über kämen Anfragen von Profis und Semiprofis. „Wir wollen ein gemischtes Programm für Jung und Alt und Abwechslung in den Stilrichtungen“, beschreibt sie die Linie der Stadt Ettlingen.

Resümee der Veranstalter für das Watthaldenfestival ist rosig

Schroth spricht von einem „erfolgreichen, kleinen und kuschligen Festival, das Besucher aus der ganzen Region anlockt.“ Freiwillige Sympathiebändchen für drei Euro an den Eingängen gehen gut weg. „Die Leute sind spendabel und geben auch mal ein paar Euro mehr“, resümiert Eveline Walter. „Gut, dass Geld reinkommt für den Aufwand, den Ihr habt“, sagt eine Besucherin im Vorbeigehen.

Das Publikum ist gemischt – man trifft auf alte Haudegen und junge Familien. Manche haben ihre Picknickdecke ausgebreitet und entspannen im Schatten. Die kleinen Festivalbesucher nutzen zahlreiche Kinderangebote.

Der Verein ArtEttlingen hat Tische aufgebaut. Davor sitzen Kinder mit Pinseln und Farben. Clara hat ein Bild für ihre Oma gemalt – mit Delphinen und Schmetterlingen. „Das hat Spaß gemacht“, sagt die Sechsjährige. Ihr älterer Bruder Paul zeigt stolz sein Steckkunstwerk her. „Die Kinder sind richtig im Flow“, freut sich die ArtEttlingen-Vorsitzende Petra Moderegger.

Immer wieder zieht ein angenehmer Windhauch durch den Park. Die Besucher nehmen die Hitze sportlich. „Man muss das Event mitnehmen, falls doch wieder ein Lockdown kommt“, findet Valeska Vettermann, die mit ihrem Mann Robert entspannt auf einem Liegestuhl die Musik genießt. Die beiden Ettlinger sind Stammgäste und heben die tolle Gemeinschaft und die Vielfältigkeit der Bands hervor. Der Kulturamtsleiter Christoph Bader zieht früh ein positives Fazit: „Meine größte Freude ist, dass es voll ist und die Leute so gut drauf sind.“

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