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Alle Jahre wieder

Wo der große Weihnachtsbaum vor dem Ettlinger Rathaus herkommt

Wie jedes Jahr steht auch 2021 wieder eine regelrechte Prachttanne vor dem Ettlinger Rathaus. Doch wer sorgt eigentlich dafür, dass der Weihnachtsbaum Jahr für Jahr so strahlen kann?

Ohne Sternlesmarkt ist der zwölf Meter hohen Nordmanntanne die Aufmerksamkeit gewiss. Foto: Werner Bentz

Das Prachtexemplar steht – weithin sichtbar – auf dem Marktplatz zwischen dem Rathaus und der Marktpassage. 2022 ist es mehr als zwölf Meter hoch, kerzengerade gewachsen und mit 2.400 LED-Lichtern von den Stadtwerken geschmückt. Die Rede ist von Ettlingens schönstem Weihnachtsbaum, einer schätzungsweise zwischen 30 und 40 Jahre alten Nordmanntanne.

In normalen Jahren bildet der grüne Riese das Zentrum des Sternlesmarktes, man trifft sich dort auf einen Glühwein, um dann zu den benachbarten Buden oder zum Kinderkarussell weiter zu schlendern. Nicht so in diesem Advent. Da trägt die stattliche Tanne den Namen „Solitärbaum“ zurecht, ungeteilte Aufmerksamkeit ist ihr gewiss. Denn auf dem Marktplatz gibt’s außer ihr als weihnachtlichen Hingucker nur das Häuschen mit den Holzkrippenfiguren des Ettlingenweierer Künstlers Rudi Bannwarth.

„Wir haben den Baum schon im vorigen Jahr für den Marktplatz ausgesucht“, erzählt Klaus Ring, einer der beiden Geschäftsführer von Ring Garten- und Landschaftsbau in Schöllbronn. Und weiter: „Bei jedem Sturm hatten wir seither Angst, dass dem schönen Exemplar etwas passiert.“ Glücklicherweise blieb die Sorge aber unbegründet. Als die Tanne dann am 11. November gefällt wurde, war Ring selbstverständlich vor Ort. Arbeiter packten den Baum ein, verschnürten und sicherten ihn für den Transport via Tieflader nach Ettlingen.

Lieferanten kommen aus der Pfalz und dem Schwarzwald

Seit vielen Jahren besorgt das Familienunternehmen Ring die Weihnachtsbäume für die Stadt Ettlingen, die dann sowohl an markanten Punkten in der Altstadt als auch vor Rathäusern oder auf Dorfplätzen in den Stadtteilen von Weihnachten künden. Hinzu kommen noch die immergrünen Boten, die das City-Management den Einzelhändlern in der Altstadt zur Verfügung stellt und die für eine anheimelnde Atmosphäre vor den Läden sorgen.

Rings circa zwölf Lieferanten sitzen in der Pfalz und im Schwarzwald, die „Nummer eins“ unter den Tannenbäumen stammt aus einer Plantage in Oberkirch-Ödsbach in der Ortenau. Mehrmals jährlich schaut jemand aus Rings Team nach den Bäumen im Quartier und danach, ob sie geschnitten und gedüngt sind.

Für alle Bäume, die den öffentlichen Raum zieren, und damit auch den auf dem Marktplatz gilt: Wasser gibt’s nur von oben, sprich, wenn es regnet. Die Prachttanne, deren Wunde durch den Einschlag mit Harz verschlossen ist, steht in einer Bodenhülse, einem zwei Meter tiefen Leerrohr, in dem es feucht ist. Oberflächenwasser kann dort hineinlaufen, weiß ein Mitarbeiter der Garten- und Friedhofsabteilung.

Und was passiert, wenn die Weihnachtstage um sind, Neujahr gefeiert ist und die Heiligen Drei Könige ihre Mission erfüllt haben? Dann geht auch der Christbaum vom Marktplatz den Weg alles Irdischen: Die Stadt sammelt ihn ein und er wird zu Brennholz.

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