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Fahrstunden sind teurer

Fahrunterricht für Menschen mit Handicap: Angebot ist überschaubar

Für Menschen mit Handicap ist der Führerschein ein wichtiger Schritt in die Unabhängigkeit. Doch die Anzahl an Fahrschulen, die diesen Unterricht in Baden-Württemberg anbieten, ist überschaubar. Zudem sind die Fahrstunden für sie teurer.

Mobilitätsgewinn: Rollstuhlfahrer Joel hat die Führerscheinprüfung geschafft. Fahrlehrer Benjamin Stribl half dabei. Foto: Klaus Müller

Für Joel bedeuten der „Pappendeckel“, wie man früher gerne den Führerschein nannte, und die bestandene Fahrprüfung eine gehörige Portion mehr Freiheit. „Es ist für mich ein wichtiger Schritt in die Unabhängigkeit“, sagt der 19-jährige Karlsruher. Seit seiner Kindheit ist der junge Mann auf den Rollstuhl angewiesen. Er kann weder laufen noch einfach mal so aufstehen. Was freilich nicht bedeutet, dass er Zeit seines Lebens auf eigene Mobilität verzichten muss.

Joel deutet voller Stolz auf sein Auto. „Das darf ich jetzt fahren.“ Vollautomatisch fährt eine Halterung für den Rollstuhl aus dem Kofferraum aus. Auch der Innenraum, insbesondere, was die fürs Fahren wichtigen Grundfunktionen angeht, ist entsprechend umgebaut. Bremsen und Gas geben geschieht über einen Handschalter. Hinzu kommt eine Lenkhilfe. Passt.

Klar, einfach so darf Joel das Vehikel nicht bewegen. Er braucht dazu wie jeder andere Fahrzeugführer einen Führerschein. Den hat er in der Fahrschule Stribl-Schmidt-Gremmelmaier in Karlsruhe mit Zweigstellen in Pfinztal und Waldbronn gemacht. Sie gehört laut Fahrlehrer Benjamin Stribl zu den wenigen Fahrschulen, die Fahrunterricht für Menschen mit Handicap anbieten.

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