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Geheimnis gelüftet

Flusspferd-Baby "Halloween" im Karlsruher Zoo ist männlich

Lange haben sich die Besucher des Karlsruher Zoos gefragt, welches Geschlecht das am 31. Oktober geborene Flusspferd hat. Erst jetzt konnten die Zoomitarbeiter aber "den entscheidenden Unterschied" ausmachen: Flusspferd "Halloween" ist ein junger Bulle.

Noch sind Mutter und Sohn von Vater Platsch getrennt. Voraussichtlich im Frühjahr wird die Familie wieder zusammengeführt.l Foto: Timo Deible / Zoo Karlsruhe

Lange haben sich die Besucher des Karlsruher Zoos gefragt, welches Geschlecht das am 31. Oktober geborene Flusspferd hat. Erst jetzt konnten die Zoomitarbeiter aber "den entscheidenden Unterschied" ausmachen, berichtet Revierleiter Robert Scholz auf Facebook. Und nun ist klar: Flusspferd "Halloween" ist ein junger Bulle.

Eine Routine-Untersuchung wie bei anderen Jungtieren sei im Falle der Flusspferde nicht möglich, weil Flusspferdmütter ihren Nachwuchs verteidigten, so Scholz. Mutter Kathy nehme ihre Rolle zudem auch sehr ernst. Dadurch wäre es für die Pfleger lebensgefährlich gewesen, das Jungtier aus dem Gehege herauszunehmen. Also blieb nur das Beobachten.

Geburtsgewicht bereits verdoppelt

Auch wenn Halloween aus seinem Geschlecht offenbar lange ein Geheimnis gemacht hat - entwickelt hat sich das Jungtier trotzdem prächtig, so Scholz. "Das Geburtsgewicht haben wir auf 50 Kilogramm geschätzt, jetzt dürfte er knappe 100 Kilogramm haben. Das ist ein sehr gutes Zeichen", berichtet der Revierleiter. Das Wachstum deute darauf hin, dass es dem Kleinen sehr gut gehe.

Halloween trinke regelmäßig bei seiner Mutter, was bei Flusspferden stets unter Wasser geschehe. Auch kleine Mengen Heu nimmt "Halloween" bereits auf. Ein "agiles und neugieriges Jungtier" sei das Flusspferd-Baby, so Scholz.

Flusspferd-Vater Platsch weiter von Mutter und Sohn getrennt

Die Familienzusammenführung mit Vater Platsch steht allerdings noch aus. Bislang ist dieser von Kathy und Halloween getrennt. Das wird auch noch bis zum Frühjahr so bleiben, heißt es. Zwar würde Platsch dem Kleinen "nicht direkt etwas antun", indirekt könne es aber doch gefährlich werden, wenn Platsch seine Partnerin wieder begatten würde und Halloween dazwischen gerate.

"Wir hoffen, dass Halloween später auch einmal ein solch beeindruckender Bulle wie sein Vater wird", sagte auch Zoodirektor Matthias Reinschmidt. Wenn es soweit ist, wird Halloween allerdings in einen anderen Zoo umziehen müssen. Das wird noch etwa zwei Jahre dauern. Dann kommt Halloween in die Pubertät und würde dann zu seinem eigenen Vater in Konkurrenz treten.

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