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Pflege in der Pandemie

Gelingt Nähe trotz Maske? Brettener Altenpflegerin über Arbeit unter erschwerten Bedingungen

Mit lockeren Sprüchen bringt Martina Winkendick gute Laune in die Häuser. Doch das ist nicht immer einfach in Corona-Zeiten: Mundschutzmasken bereiten Pflegern und Patienten Probleme.

Hilfe durch mehr Grip: Beim Anziehen von Kompressionsstrümpfe hat Martina Winkendick schon immer Gummihandschuhe getragen. Die Strümpfe rutschten dadurch weniger. Foto: Catrin Dederichs

Gut gelaunt schneit Martina Winkendick ins Haus von Hedwig Holschuh in Gölshausen. Mit einem lautstarken „Hallo“ kündigt sich die Altenpflegerin vom Flur aus an. Sie blickt in alle Zimmer. In der Küche singt ein Radio-Udo-Jürgens von seinem Rentnerdasein „Mit 66 Jahren“. Ihre Klientin aber findet Schwester Martina im Badezimmer: Die alte Dame sitzt mit nacktem Oberkörper vorm Waschbecken und wartet auf eine gründliche Reinigung von Kopf bis Fuß.

Seit 20 Jahren düst Winkendick für den Brettener Pflegedienst Armin Schulz mit einem kleinen weißen Auto von Haus zu Haus. 27 Patienten stehen auf dem Tagesplan. Im Hausertal hilft sie einem Senior in seine Kompressionsstrümpfe, in Gölshausen stellt sie eine ältere Dame unter die Dusche. Für einen jüngeren Mann ist sie ebenfalls zur Stelle: So liefert sie einem drogenabhängigen Mitdreißiger in Diedelsheim lebenswichtige Medikamente.

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