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Starker Regen in der Nacht

Gewitter sorgen in der Region für Überschwemmungen und Verkehrschaos

Ein heftiges Gewitter hat in der Nacht von Freitag auf Samstag in der Region für zahlreiche Überschwemmungen gesorgt. Viele Straßen wurden überschwemmt. Sogar die A8 musste gesperrt werden.

Starkregen überflutet die A8 bei Pforzheim Baden-Württemberg, 76307 Karlsbad, Deutschland Fotograf: 7aktuell.de/ Adomat 7aID:25815 Foto: 7aktuell.de/Simon Adomat

Besonders betroffen war unter anderem der südliche Landkreis Karlsruhe: Hier liefen laut Polizei zahlreiche Keller voll, Gullydeckel wurden ausgehoben, Bäume stürzten um und blockierten Straßen. Die ersten Notrufe gingen kurz nach 23 Uhr ein - in der ganzen Nacht zum Samstag waren es schließlich insgesamt 255 Notrufe. Die Feuerwehren im Stadt- und Landkreis waren mit massiven Kräften im Einsatz um die Einsatzstellen abzuarbeiten. Die Integrierte Leistelle wurde personell verstärkt um die Vielzahl der Notrufe entgegenzunehmen.

Auch im Landkreis Rastatt, in Baden-Baden und im Ortenaukreis regnete es teilweise kräftig, größere Überschwemmungen blieben hier laut Angaben der Polizei aus Offenburg aber aus.

Die A8 zwischen Karlsbad und Pforzheim musste gesperrt werden, weil die Autobahn unter Wasser stand. Der Verkehr in Richtung Karlsruhe wurde an der Ausfahrt bei Karlsbad abgeleitet. In diese Richtung wurde die Sperrung nach acht Stunden wieder aufgehoben. Allerdings waren auch die Umleitungsstrecken nur eingeschränkt befahrbar. Auch am Samstagmorgen war die Straße in Richtung Stuttgart wegen Aufräumarbeiten streckenweise noch gesperrt. Erst gegen 10.45 Uhr konnte die Strecke wieder vollständig freigegeben werden.

Überschwemmung in Karlsbad-Langensteinbach Foto: Einsatzreport24

Die Karlsbader Ortsteile gehörten zu den besonders stark betroffenen Bereichen: Auf Fotos - beispielsweise aus Karlsbad-Langensteinbach - ist zu sehen, wie das Wasser in der Nacht auf den Straßen kniehoch stand.

Hochwasser auf der A8 bei Pforzheim

Auch in Pforzheim und im Enzkreis hatten die Einsatzkräfte viel zu tun: Die Feuerwehr Pforzheim musste wegen vollgelaufener Keller und ausgespülter Gullydeckel ausrücken. Im Enzkreis waren die Gemeinden Birkenfeld, Ispringen, Kieselbronn, Niefern-Öschelbronn und Remchingen betroffen. Auch in Pforzheim waren die Feuerwehrabteilungen Brötzingen-Weststadt, Dillweißenstein, Büchenbronn und Eutingen damit beschäftigt, die Auswirkungen des Unwetters zu beseitigen.

Das Wasser stand nach Angaben der Feuerwehr bis zu einem Meter hoch auf der Fahrbahn der A8. In Richtung Karlsruhe wurden auf einer Strecke von etwa 200 Metern zehn Autos und zwei Lastwagen von den Wassermassen eingeschlossen. Die 27 betroffenen Menschen konnten sich in der Nacht zum Samstag teilweise selbst in Sicherheit bringen. Feuerwehrleute retteten sie im Anschluss mit Gummistiefeln, Wathosen und einem Schlauchboot. In Richtung Stuttgart waren etwa fünf Autos betroffen. Der Gesamtschaden dürfte sicherlich mindestens im oberen fünfstelligen Bereich liegen, schätzt alleine die Polizei aus Pforzheim für ihren Zuständigkeitsbereich.

Die gute Nachricht: Personen wurden nach bisherigem Wissensstand nicht verletzt.

Gewitterrisiko in Baden-Württemberg bleibt hoch

Das Gewitterrisiko im Südwesten soll am Wochenende weiter ansteigen. Nach Angaben des Deutschen Wetterdienstes (DWD) gibt es im Laufe des Samstags zwar nur einzelne Gewitter. Diese können mit Starkregen und Hagel aber bereits unwetterartig ausfallen. Die Höchsttemperaturen liegen zwischen 29 Grad im Bergland und 34 Grad an der Tauber. Den Meteorologen zufolge bleibt auch die Waldbrandgefahr hoch.

In der Nacht zum Sonntag soll es dann vermehrt gewittern. In kurzer Zeit können bis zu 40 Liter Regen pro Quadratmeter fallen, wie es hieß. Es seien auch größerer Hagel und schwere Sturmböen möglich. Auch im Laufe des Tages, vor allem am Nachmittag und Abend, soll es laut DWD Gewitter mit heftigem Starkregen geben. Die Temperaturen liegen zwischen 25 Grad auf der Schwäbischen Alb und 31 Grad in der Hohenlohe.

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