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Im Landratsamt arbeiten mehr Frauen als Männer

Gleichstellungsbeauftragte im Landkreis Karlsruhe: Corona beeinträchtigt Projekte

Die Gleichstellungsbeauftragte des Landkreises Karlsruhe, Astrid Stolz, sieht Projekte durch Corona-Pandemie beeinträchtigt. Zahlreiche Veranstaltungen und Austauschtreffen für Frauen konnten nicht stattfinden.

Die Qualifikation bringt Chancen: Drei Ämter in der Landkreisverwaltung werden von Frauen geführt, das entspricht einer Quote von 21 Prozent in der oberen Führungsebene. Foto: Stefan Sauer/dpa

Die restriktiven Regelungen während der Corona-Pandemie stellen einen großen Einschnitt für ihre Arbeit dar, berichtete die Gleichstellungsbeauftragte des Landkreises, Astrid Stolz, im Verwaltungsausschuss des Kreistags, der am Donnerstag in der Altenbürghalle in Karlsdorf-Neuthard tagte.

Online-Workshops werden angeboten

Zahlreiche Veranstaltungen und Austauschtreffen konnten nicht stattfinden und mussten verschoben werden. Davon betroffen sind unter anderem die Veranstaltungsreihen „Kommunalpolitik für Frauen im Landkreis Karlsruhe“ zusammen mit den Gleichstellungsbeauftragten der Städte Bruchsal, Ettlingen und Waghäusel sowie „Unser Landkreis braucht Frauen – wir machen mit!“ gemeinsam mit der Arbeitsgemeinschaft der Frauen Karlsruhe-Land. Wenn möglich gab es Workshops im Online-Format. Cathrin Wöhrle (CDU/Junge Liste) regte an, diese Formate weiter auszubauen, um das Angebot weiterhin aufrechterhalten zu können.

Astrid Stolz berichtete auch von den statistischen Zahlen in Bezug auf die Mitarbeiter der Landkreisverwaltung. Diese haben sich gegenüber dem Vorjahr nur geringfügig geändert. Die Teilzeitquote, die die Frauen mit einem Anteil von 92 Prozent dominieren, liegt aktuell bei 34 Prozent. Der Frauenanteil in der gesamten Verwaltung liegt mit 65 Prozent rund zwei Prozentpunkte höher als im vergangenen Jahr.

Eine Frau ist auf Dezernats-Ebene vertreten

Seit Juli ist mit Sozialdezernentin Margit Freund erstmals eine Frau in der Dezernats-Ebene vertreten. Mit Kathrin Haas als neuer Leiterin des Amtes für Integration werden weiterhin drei Ämter von Frauen geführt, was einem Anteil von 21 Prozent entspricht. „Diese Stellenbesetzungen in oberen Führungsebene belegen, dass Frauen bei entsprechender Qualifikation Chancen bei der Besetzung von höherwertigen Stellen haben“, resümierte Astrid Stolz.

Im Bereich der mittleren Führungsebene sei der Frauenanteil ungleich höher: 34 Prozent der Abteilungsleitungen im Kommunalbereich sind mit Frauen besetzt, bei den kommunalen Sachgebietsleitungen sind es sogar 51 Prozent. Diese mittleren Leitungspositionen werden stellenweise in Teilzeit, sowohl von Männern als auch Frauen, sowie im Rahmen des Jobsharing ausgeübt.

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