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Hinweis der Karlsruher Apotheker: Medikamente können die Haut lichtempfindlicher machen

Welche Arzneimittel als Nebenwirkung die Hautempfindlichkeit bei Sonneneinstrahlung erhöhen und was man beim Thema Sonnenschutz sonst noch alles beachten sollte, darüber informiert die GRUPPE KARLSRUHER APOTHEKER e.V.

Schon gewusst? Einige Medikamente machen die Haut empfindlicher gegen Sonnenstrahlung, was Sonnenbrand und weitere Schädigungen zur Folge haben kann.
Schon gewusst? Einige Medikamente machen die Haut empfindlicher gegen Sonnenstrahlung, was Sonnenbrand und weitere Schädigungen zur Folge haben kann. Foto: juefraphoto/Adobe Stock

Eine unangenehme Nebenwirkung einiger Medikamente ist, die Haut empfindlicher gegenüber der Sonnenstrahlung zu machen. Was in der „dunklen Jahreszeit‘ weniger eine Rolle spielt, führt insbesondere im Sommer dazu, dass durch bestimmte Medikamente das Risiko für Sonnenbrände und andere Hautschädigungen (Polymorphe Lichtdermatose) steigen kann. Dabei kann die lichtbedingte Hautreaktion entweder sofort oder verzögert nach einigen Tagen auftreten.

Auch Blutdrucksenker, Schmerzmittel und Psychopharmaka auf der Liste

Zu den Arzneimitteln, welche als unerwünschte Wirkung die Lichtempfindlichkeit der Haut steigern können, zählen zum Beispiel einige wasserausschwemmende Medikamente (Diuretika) als Blutdrucksenker, verschiedene Schmerzmittel aber auch bestimmte Psychopharmaka und Antibiotika. Bei dem antidepressiv wirkenden Johanniskraut wird die Nebenwirkung der Lichtempfindlichkeit hingegen mitunter überschätzt.

Weit verbreitet: Zu den Medikamenten mit der unangenehmen Nebenwirkung hinsichtlich der Empfindlichkeit gegen Sonnenlicht zählen auch Mittel aus den Bereichen Blutdrucksenker, Schmerzmittel, Psychopharmaka und Antibiotika.
Weit verbreitet: Zu den Medikamenten mit der unangenehmen Nebenwirkung hinsichtlich der Empfindlichkeit gegen Sonnenlicht zählen auch Mittel aus den Bereichen Blutdrucksenker, Schmerzmittel, Psychopharmaka und Antibiotika. Foto: fizkes/Adobe Stock

Lediglich bei Weidetieren mit hellem Fell, die eine große Menge dieser Pflanze fraßen, wurde eine Fototoxizität beobachtet. Wenn ein Patient dagegen die therapeutische Dosierung nicht überschreitet und extreme Strahlung meidet, sind keine ernsten Symptome der Fototoxizität zu erwarten.

Auf gute Sonnenschutzmittel achten

Muss ein Medikament eingenommen werden, das die Haut empfindlicher gegenüber der Sonne machen kann, sollte auf einen sehr guten Sonnenschutz geachtet werden sowie darauf, in der Mittagszeit die Sonne zu meiden. Die Mitglieder der GRUPPE KARLSRUHER APOTHEKER e.V. empfehlen deshalb Sonnenschutzmittel mit Faktor 50+ und mit einem sehr guten UVA-Schutz.

Neben Sonnenschutzmittel mit Faktor 50+ sollte man im Freien auf schützende Kleidung und eine Kopfbedeckung nicht verzichten.
Neben Sonnenschutzmittel mit Faktor 50+ sollte man im Freien auf schützende Kleidung und eine Kopfbedeckung nicht verzichten. Foto: Rainer Fuhrmann/Adobe Stock

Grundsätzlich besteht der ideale Schutz natürlich darin, sich dem Sonnenlicht nicht auszusetzen beziehungsweise sich mit für UV-Strahlung undurchlässiger Kleidung zu schützen. Zu beachten gilt, dass normales Fensterglas für UVA-Strahlung durchlässig ist. Reichen diese Vorkehrungen nicht aus, um die Hautreaktion abzuschwächen, kann der verordnende Arzt die Medikation ändern beziehungsweise optimieren.

Die Mitgliedsapothekerinnen und Apotheker der GRUPPE KARLSRUHER APOTHEKER e.V. beraten gerne, wie man seine Haut schützen kann.

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