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Den Gewaltkreislauf durchbrechen

Häusliche Gewalt trifft auch Kinder: „Du hast zugelassen, dass es passiert. Du hast es zugelassen. Du hast es zugelassen.“

Stefan Siebert hat seinen Sohn geschlagen und seine Tochter verletzt. Es sind zwei Momentaufnahmen in einer Gewaltspirale, die sich über etwa zehn Jahre erstreckt. Wie konnte das passieren? Und: Wie kommt man da raus?
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„An dem Tag, an dem ich meine Frau verlassen habe, haben wir kurz vorher eine Nachricht über häusliche Gewalt im Radio gehört. Ich habe ihr gesagt: Wenn wir so weitermachen, dann gehen wir auch aufeinander los.”

Dieser Tag ist knapp sieben Jahre her, als Stefan Siebert (Name v. d. Redaktion geändert) davon erzählt. Er sitzt in den Räumen der und sieht aus, wie viele Männer aussehen: nicht besonders groß, nicht besonders muskulös. Er trägt Jeans, einen Pullover und einen gepflegten Dreitagebart. Kein „Schlägertyp”, was auch immer man sich darunter vorstellen mag. Trotzdem ist er deswegen hier: Er hat sein Kind geschlagen.

Im Januar 2018 meldete er sich aus freien Stücken in der Beratungsstelle. Zwei Jahre nach dem Vorfall mit seinem Sohn, etwa vier Jahre nach der Trennung von seiner Frau. „Ich war damals am Tiefpunkt”, sagt Siebert. „Ich war in Therapie. Und ich durfte meine Kinder nicht mehr sehen.”

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