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0:3 gegen De Decker

KSC-Dartsspieler Horvat nach WM-Aus: „Wie eine Wurst“

Mit großen Hoffnungen reiste KSC-Dartsspieler Dragutin Horvat nach London zur WM in den „Ally Pally“. Es sollte ein kurzer Auftritt werden.

19.12.2023, Großbritannien, London: Darts: WM, De Decker (Belgien) - Horvat (Deutschland). Dragutin Horvat in Aktion. Foto: Adam Davy/PA Wire/dpa +++ dpa-Bildfunk +++
Dragutin Horvat ist nach der 0:3-Niederlage gegen den Belgier Mike De Decker bereits in der ersten Runde der Darts-WM ausgeschieden. Foto: Adam Davy/PA Wire/dpa

Wenn Florian Flickinger über Dragutin Horvat spricht, dann nennt der Darts-Abteilungsleiter des Karlsruher SC seinen Bundesligaspieler „eine grundehrliche Haut“. Dies stellte der 47-Jährige, der seit drei Jahren für den KSC aktiv ist, eindrucksvoll unter Beweis.

Am „Sport1“-Mikrofon ging der bullige Mann mit dem Irokesenschnitt am Dienstagabend hart ins Gericht. Und zwar mit sich selbst. „Ich bin enttäuscht über mich selber. Man kann verlieren, aber nicht so. Ich habe viel investiert in den letzten Wochen“, sagte Horvat.

Dragutin Horvat ist gegen Mike De Decker chancenlos

„Dann komme ich auf die Bühne und spiele wie eine Wurst. Das war nix.“ Es brodelte in ihm. Die Enttäuschung im Gesicht war nicht zu übersehen.

Nur wenige Minuten zuvor erlebte der Kasseler einen ganz bitteren Abend im „Ally Pally“, der Kathedrale schlechthin in der Welt des Darts. Mit 0:3 ging Horvath gegen den Belgier Mike De Decker, 37. der Weltrangliste, unter. Endstation in Runde eins bei der Weltmeisterschaft.

Dragutin Horvat kann sich mit 7.500 Pfund trösten

Dabei rechnete sich Hobbyspieler Horvat, der als Lagerist arbeitet, gegen die Scoringmaschine aus Belgien durchaus Chancen aus. Als ein „50:50-Spiel“ bezifferte er im Vorfeld seine Chancen auf die zweite Runde, die ihm 15.000 Pfund eingebracht hätte. So kann sich Horvat immerhin mit 7.500 Pfund trösten.

Doch wie schon vor sieben Jahren endete sein Auftritt im „Ally Pally“ ernüchternd. Damals musste er sich dem Australier Simon Whitlock mit 0:3 geschlagen geben. Nun war De Decker mindestens eine Nummer zu groß für Horvat.

Ich bin einfach sauer auf mich selbst.
Dragutin Horvat
nach seiner Niederlage bei der Darts-WM

So konnte „Herkules“, Horvats Spitzname, nur drei Aufnahmen über 140 sowie zwei 180er-Aufnahmen verzeichnen. Insgesamt traf er auch die Triplefelder viel zu selten. „Das ist gar nichts. Ich bin einfach sauer auf mich selbst“, sagte Horvat selbstkritisch.

Nun steht für Dragutin Horvat mit dem KSC wieder der Bundesliga-Alltag an

Horvat kann sich nun im neuen Jahr wieder voll und ganz auf die Bundesliga mit dem Karlsruher SC konzentrieren. Dort läuft die Mission Titelverteidigung bisher nach Maß: Sechs Spiele, sechs Siege.

Am Samstag, 13. Januar 2024, geht es für die Blau-Weißen weiter. Dann trifft man auf den DV Kaiserslautern und Verfolger DC Dartmoor Darmstadt.

Nächstes Mal klappt es besser, ich komme nächstes Jahr wieder.
Dragutin Horvat
Dartspieler

Bevor aber Dragutin Horvat sich bei „Sport1“ von Experte Max Hopp verabschiedete, versprach er eines: „Nächstes Mal klappt es besser, ich komme nächstes Jahr wieder. Jetzt habe ich schon mal Bescheid gesagt.“

Es folgte eine Sekunde Stille. „Wenn ich aber so weiter spiele, komme ich wahrscheinlich doch nicht“, sagte Horvat. Und lachte verlegen. Zumindest seinen Humor hatte Dragutin Horvat da wieder gefunden.

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