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Meinung

von Andreas Jüttner

Vorwürfe gegen Theaterintendanten

Karlsruhe ist kein Einzelfall: Höchste Zeit für eine offene Debatte über Theaterstrukturen

Dass eine einzelne Führungsfigur am Theater alle Macht auf sich vereint, ist eine überholte Vorstellung. Das zeigen die Theaterkrisen in Karlsruhe und jetzt in Berlin.

Aussenaufnahme Badisches Staatstheater Karlsruhe. Foto: Uli Deck/dpa/Archivbild

Berlin gilt in der Theaterszene als Ort der Avantgarde, dessen Innovationen irgendwann auch die „Theaterprovinz“ erreichen.

Beim aktuellen Phänomen, dass Machtmissbrauch durch Theaterleitungen von der Belegschaft nicht mehr hingenommen wird, sieht es nun offenbar anders aus: Die nun bekannt gewordenen Vorwürfe gegen die Intendantin des Berliner Maxim-Gorki-Theaters ähneln auf frappierende Weise der Kritik, die am Staatstheater Karlsruhe vor rund zehn Monaten laut wurde.

Ähnlich ist aber nicht nur die Kritik mit Stichworten wie „Klima der Angst“. Nahezu identisch ist der Vorgang, dass die nun attackierte Berliner Intendantin Shermin Langhoff und der bald aus Karlsruhe scheidende Peter Spuhler jeweils noch vor dem Ausbruch der Krisen zugesichert bekamen, bis 2026 amtieren zu können.

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