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Weihnachtsschmuck aus der Region

Karlsruher Blumenhändler verzeichnen Corona-bedingten Einbruch bei Adventskränzen

In einer Woche ist der erste Advent – viele Karlsruher basteln jetzt noch ihre Adventskränze. Bei der Weihnachts-Dekoration geht der Trend hin zu nachhaltigen, regionalen Produkten. Und es gibt auch ausgefallene Sachen.

Der Sohn trifft die Wahl: Am Karlsruher Blumenmarkt haben Kunden die Auswahl zwischen fertigen Adventskränzen mit verschiedenfarbigen Kerzen und ungeschmücktem Grün zum Selber-Dekorieren. Foto: Jörg Donecker

Alisa, Eva und Regina Sarbacher schlendern durch die Karlsruher Innenstadt. Am Karlsruher Blumenmarkt, der derzeit wegen des Weihnachtsmarktes auf dem Marktplatz an die Ecke Kaiserstraße/Lammstraße umgezogen ist, lassen sie ihre Blicke über die feilgebotenen Pflanzen streifen. „Wir wollen unsere Adventskränze selber gestalten, weil wir das immer schon so gemacht haben“, sagt Mutter Regina und die beiden Töchter nicken.

Tannenzweige und anderes festliches Grün wollen sie deswegen erwerben – und dann jede ihren ganz eigenen Kranz zusammenstellen. Mutter Regina und Tochter Alisa basteln jedes Jahr ähnlich – traditionell mit Kerzen und weihnachtlichen Deko-Elementen.

Tochter Eva hingegen will jedes Jahr etwas Neues ausprobieren. Was wohl der Adventskranz-Trend 2021 wird? „Schauen wir mal“, sagt sie lachend, „da muss ich mich heute noch inspirieren lassen.“

Geschäft bei Karlsruher Blumenhändlern um rund 50 Prozent eingebrochen

So wie die drei Frauen will rund die Hälfte seiner Kundschaft den Adventskranz komplett selbst gestalten, schätzt Blumenhändler Fatih Pürcek. Seit acht Jahren verkauft er Pflanzen, seit drei Jahren steht er regelmäßig auf dem Karlsruher Blumenmarkt. Die Corona-Pandemie hat das Adventsgeschäft stark getroffen, sagt er: „Im Frühjahr haben wir teilweise dreimal so viel verkauft wie sonst. Aber jetzt gibt es einen deutlichen Einbruch, bestimmt um 50 Prozent.“

Das bestätigt auch Sezgin Simsik am Nachbarstand. „Das Interesse ist nicht mehr so stark wie früher, wegen Corona kommen die Leute nicht mehr auf den Markt.“ An seinem Stand gibt es von Hand gefertigte, komplett zusammengestellte Adventskränze mit Kerzen in weiß, rosa oder rot. „Welche Farbe eben gerade auf Lager ist“, erklärt eine Mitarbeiterin.

Bei Fatih Pürcek hingegen sind die Kränze mit roten Kerzen ganz klar die Verkaufsschlager – das hat sich auch über die Jahre nicht verändert. Die Nachfrage nach Adventsware läuft aber gerade erst an. Am Samstag kaufen noch viele Menschen weiße Blumen für den Totensonntag. Christrosen sind besonders hoch im Kurs, erklärt Pürcek: „Die Leute lieben sie, weil sie im Winter durchhält. Das ist die einzige Blume, die mit minus 20 Grad klarkommt.“

Weihnachtsschmuck aus umweltfreundlichen Materialien und aus der Region

Die Umgebungstemperatur ist den Gurken, Knoblauchzehen und Zwiebeln bei der Erhardt-Bürowelt derweil herzlich egal. Denn es handelt sich um feinen Glasschmuck für den Weihnachtsbaum – und den gibt es schon seit vielen Jahren längst nicht mehr nur in Kugel- oder Zapfenform, sondern mit allerlei verrückten Motiven.

Die Leute fragen nach nachhaltigen Produkten.
Christine Calmbach-Knopf, Erhardt-Bürowelt

Ein Mini-Craftbeer-Tragerl können sich Kunden des Schreibwarenhändlers ebenso an den Weihnachtsbaumhängen wie einen Barbecue-Grill, eine Meerjungfrau oder eine Fledermaus.

„Die Leute fragen nach nachhaltigen Produkten“, hat Christine Calmbach-Knopf bemerkt. Die traditionelle gläserne Weihnachtsgurke, die einem amerikanischen Brauch zufolge am Christbaum versteckt wird, ist daher bei Erhardt „Handmade in Germany“ zu erwerben.

„Handmade in Germany“: Diese gläsernen Weihnachtsgurken folgen einer amerikanischen Tradition, sind aber in Deutschland gefertigt. Foto: Julia Weller

Die bunten Vögel, die besonders bei Sammlern beliebt sind, kommen ebenfalls aus Europa. Und: „Die traditionellen Holzwaren aus dem Erzgebirge sind geradezu geplündert“, sagt Calmbach-Knopf mit einem Lachen.

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